Sarke - Vorunah - Cover
Große Ansicht

Sarke Vorunah


  • Label: Plastic Head/SOULFOOD
  • Laufzeit: 38 Minuten
Artikel teilen:
3/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

In einer Zeit, wo irgendwie alles, irgendwie immer teurer wird, knirscht man schon mal mit den Zähnen, wenn wieder eine CD mit mickrigen acht Liedern bei einer Laufzeit von nicht mal vierzig Minuten bei Normalpreis veräußert wird. Es ist schließlich nirgends eine Garantie vorhanden, dass es sich um ein Meisterwerk handelt. Wenn es sich jetzt noch um rauen Metal handelt, dann spalten sich noch mehr Geister und es bleibt ein Gefühlschaos zwischen Hoffen und Bangen. Ja, es wird düster, ja es wird hässlich. Aber werden diese beiden Karten geschickt genug ausgespielt, um etwas Großes zu schaffen?

Das ist dreckig, das ist gewagt, das ist zielstrebig, wie die Gitarren und die Synthies von vorneherein nur eine Grundstimmung zulassen und es ist alles, aber nicht zielgerichtet. Jeder, wirklich jeder Song auf dem Album beginnt gut und ruht sich dann gnadenlos darauf aus. Der Opener „Primitive Killing“ vergeudet die zweite Hälfte der Spielzeit mit zielloser Melodie, während ein „Frost Junkie“ schlichtweg in der Dauerdepression stecken bleibt und mit der ewig gleichen Stimme des Frontsängers nach Hälfte der gesamten Spielzeit dieses Albums nicht mehr wirklich unterhaltsam wirkt.

Manch einem gefällt dieser apokalyptische Ritt in Stringentform vielleicht, doch hier bleibt festzuhalten, dass Schwere schon besser und ganz besonders tiefsinniger dargestellt wurde. Die Grölstimme von Nocturno Culto ist gleich bleibender von der Stimmung her, als mancher Plastik-Pop-Gesang. Das muss doch nicht sein! Völlig aus dem Nichts schießt da „13 Candles“ mit lieblichem Intro hervor und wird dann aber auch auf famose Weise zerstört indem ganz überraschenderweise wieder dem Schema F gefolgt wird. Warum man sich diese Ode an die Monotonie antun sollte wird langsam wirklich fraglich. Das ist unausgereift, das ist langweilig, das lockt keinen hinter dem Ofen hervor. Und wer meint, hier sei so viel düsteres Potenzial, der sollte sich in der Musiklandschaft genauer umschauen. Wenn dann die wahre Thrash-Natur im letzten Lied wieder in den Vordergrund gespielt wird, denkt man sich: nicht mit mir! Da helfen noch so viele Schläge in der Minute nicht, denn diese einmalig langweilige Stimme schafft, es das Tempo doch wieder auf Zeitlupe runter zu ziehen. Damit lautet das vernichtende Urteil phrasenhaft: Weder Quantität noch Qualität.

Anspieltipps:

  • 13 Candles

Neue Kritiken im Genre „Heavy Metal“
7/10

Highway Of Heroes
  • 2019    
7.5/10

The Eagle Has Landed 40: Live
  • 2019    
Diskutiere über „Sarke“
comments powered by Disqus