Andrea McEwan - Rental Property - Cover
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Andrea McEwan Rental Property


  • Label: Dramatico/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

TV-Serien-Junkies kennen Andrea McEwan bestimmt als Schauspielerin aus Soap Operas wie „McLeods Töchter“, „Funky Squad“, „Neighbours“ und „Ocean Girl“. Echte Insider wissen hingegen auch, dass die Australierin seit dem Jahr 2000 in Europa lebt und seit drei Jahren als Auftragssongschreiberin bei Mike Batts Label Dramatico Records (u.a. Jem, Carla Bruni, Asa, Florence Rawlings, Katie Melua) unter Vertrag steht. Jetzt bringt Andrea McEwan mit „Rental Property“ ihr erstes Album auf den Markt und dem geübten Hörer wird sofort klar, wohin die Reise darauf hingehen soll.

Musikalisch soll die Australierin irgendwo zwischen Amy McDonald und Label-Kollegin Katie Melua, für die sie schon Texte schrieb, platziert werden. Dazu wurden elf Songs, die McEwan in den vergangenen vier Jahren u.a. zusammen mit Sarah Godden geschrieben hat, im renommierten Londoner Air Studio aufgenommen und in eine optisch ansprechende Verpackung gesteckt. Will heißen: Die 30-Jährige wurde für das Cover und die Bilder im Booklet um mindestens zehn Jahre verjüngt. Wahrscheinlich die Idee irgendeines Zielgruppenfachmanns. Die Musik wirkt dadurch allerdings auch nicht frischer.

Wer bereits oben genannten Sängerinnen eine gewisse Harmlosigkeit unterstellt, wird auf „Rental Property“ noch eine Steigerung dessen erfahren. Andrea McEwan versucht sich zwar im Stil einer Singer/Songwriterin mit persönlichen Songs zu etablieren, bringt aber nur leichtverdauliche Popsongs zustande. Und fast wie immer, wenn Mike Batt als Produzent seine Finger im Spiel hat, werden die Songs mit Streicher-, Bläser- und Flötenparts künstlich auf Dicke Hose getrimmt und damit zusätzlich verwässert.

Leider lässt sich Andrea McEwan auch nicht über ihre Stimme definieren. Diese ist zwar schön und angenehm anzuhören, besitzt aber kaum Wiedererkennwert. In Kombination mit den durchschnittlichen Kompositionen plätschert das Album deshalb ohne Konturen vor sich hin und entwickelt sich zu einem bösen Langweiler.

Anspieltipps:

  • Silence
  • Rental property
  • Berlin love story
  • Candle in a chat room

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