Michael Hirte - Der Mann Mit Der Mundharmonika 2 - Cover
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Michael Hirte Der Mann Mit Der Mundharmonika 2


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 49 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
3.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Ende des vergangenen Jahres hat Michael Hirte bei „Das Supertalent“ im Privatfernsehen gewonnen und daraufhin zusammen mit seiner Mundharmonika ein Album aufgenommen. Viele Menschen im deutschsprachigen Raum waren angetan von dieser Art von Musik und so erlangte das Album „Der Mann mit der Mundharmonika“ Dreifachplatin. Gepuscht wurde dieser Erfolg vom großen medialem Interesse und praktischer Weise wurde das Album mitten im Weihnachtsgeschäft veröffentlicht.

Die Haltbarkeit des Erfolges eines Castingshowgewinners ist immer arg begrenzt und so bringt Michael Hirte noch nicht einmal ein halbes Jahr nach seinem ersten Album sein zweites Werk „Der Mann mit der Mundharmonika 2“ auf den Markt. Doch was für Erwartungen stellt man an solch ein Album, wenn das erste Werk schon nicht zu überzeugen wusste?

Der Longplayer ist mit 15 bekannten Liedern randvoll und jeder Song kann auf seine Art als Klassiker bezeichnen werden („Über sieben Brücken musst du gehn“, „My Way“ oder „Tränen lügen nicht“). Den Auftakt macht „Moon River“, welches gewiss kein schlechtes Stück ist und auch auf der Mundharmonika zur Geltung kommt, wobei die emotionale Tiefe etwas fehlt und das Lied im Grunde genommen als totgenudelt gilt. „Scarborough Fair“ klingt da schon besser. Dennoch verliert man danach recht schnell die Lust sich das Album weiter anzuhören. Der Vorgänger machte es einem schon schwer sich 40 Minuten lang Stücke, die auf der Mundharmonika gespielt werden, anzuhören. Nun sind es noch drei Stücke mehr, die das alles nicht besser machen. Die Mundharmonika wird zwar von vielen anderen Instrumenten begleitet, doch hören sich diese teilweise arg künstlich an.

Unterm Strich hat Album Nummer zwei dem Vorgänger zwar eine bessere Titelauswahl voraus, doch Michael Hirte wird an den Erfolg des Debüts nur schwer anknöpfen können und das ist wahrscheinlich auch nicht der schlechtestes Lauf der Dinge. Dass diese CD so früh nach der ersten rauskommt, liegt wohl daran, dass die Plattenfirma noch schnell etwas Profit aus Hirtes kurzweiliger Berühmtheit ziehen will, bis dieser in die Vergessenheit versinkt.

Fazit: Für Großmuttern zum siebzigsten Geburtstag ist das Album sicher eine nette Geschenkidee, damit sie in großen Melodien aus der Vergangenheit schwelgen kann, Ottonormalverbraucher dürfte dagegen nur schwer Gefallen an dem auf der Mundharmonika gespielten Liedgut finden.

Anspieltipps:

  • Scarborough Fair
  • Mama

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