Jewel - Lullaby - Cover
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Jewel Lullaby


  • Label: Fisher Price Music
  • Laufzeit: 59 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Lullaby“ sollen Kinder in den Schlaf gebracht werden. Soviel steht fest. Doch genau das macht es dem erwachsenen Hörer nicht gerade leicht mit dem Album.

Seitdem Jewel nicht mehr bei Warner Music unter Vertrag ist, bringt sie ihre Alben auf verschiedensten Labels heraus. So erschien das Country-gefärbte „Perfectly Clear“ (06/2008) bei der Valory Music Company und nun „Lullaby” bei Fisher-Price Music. Bitte was? Fisher-Price? Genau! Die CD wird in der Tat über die weltweit operierende Firma vertrieben, die sich vor fast 80 Jahren auf die Herstellung von Baby- und Kinderspielzeug spezialisiert hat. Seit 2001 betreibt die Firma auch ein kleines Musik-Label, das zu allen denkbaren Anlässen passende Kinder-CDs auf den Markt bringt (Schlaflieder, Weihnachtslieder, Hörspiele).

Damit legt Jewel tatsächlich ihr erstes Independent-Album vor, das sich in der ersten Verkaufswoche auf Platz 117 der US Billboard Charts platziert. Es befinden sich 15 Songs darauf, wovon zehn aus eigener Feder stammen, ergänzt um fünf Standards wie „Brahms lullaby“, „Twinkle, twinkle little star” und „Somewhere over the rainbow”. Das Album wurde von Jewel und Jason Freese (Bruder des bekannten Drummers Josh Freese und Mitglied der Green-Day-Live-Band) in Jewels Heimstudio in Stephenville, Texas aufgenommen und produziert und ist tatsächlich ein Werk mit Kinderliedern im Country-&-Folk-Stil. Die Songs sind, wie es sich für Schlafliedern gehört, ruhig und akustisch gehalten. Jewel singt mit sanfter Stimme und spielt auf der Akustikgitarre. Dazu erklingen hier und da Mandolinen, Streicher, Flöten, ein Piano, eine Triangel und ein Akkordeon.

Mit „Lullaby“ sollen Kinder in den Schlaf gebracht werden. Soviel steht fest. Doch genau das macht es dem erwachsenen Hörer nicht gerade leicht mit dem Album. Denn alle Songs klingen gleichförmig und, nun ja, einschläfernd. Da kann auch die reizende Stimme Jewels (man höre nur „Gloria“) nicht viel retten. Deshalb wäre es wohl besser, wenn man „Lullaby“ aus dem herkömmlichen Schaffen der 35-Jährigen ausklammert und als das sieht, was es ist: eine Special Interrest Veröffentlichung für junge Familien mit Kind und beinharte Jewel-Fans.

Anspieltipps:

  • Dreamer
  • Brahms’ lullaby
  • Forever and a day (always)
  • Somewhere over the rainbow

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