Edguy - Fucking With Fire: Live - Cover
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Edguy Fucking With Fire: Live


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Fucking With F***“ ist zumindest für Edguy-Fans ein durchaus gelungenes Produkt geworden.

„He said: I'm a better human being, I will not break your heart. I will break your arm! Because if you're messing with me, you're fucking with fire!“ - Mit diesen Worten kündigt der Edguy-Frontmann den Titelsong der nun erscheinenden Live-Albums (plus DVD) „Fucking With F***“ in klassischer Tobias-Sammet-Manier an. Der Weg zu dieser Veröffentlichung war ein beschwerlicher: die Kameras funktionierten während den ersten beiden Songs der Show nicht (die betreffenden Stücke mussten wiederholt werden) und anschließend lies die Band noch zwei Jahre vor der Veröffentlichung ins Land streichen, so dass in Fan-Foren bereits spöttisch von „Edguy's Democracy“ (in Anlehnung an das jüngste Guns 'n Roses Album) die Rede war. Eine unvoreingenommene Besprechung ist also gar nicht so einfach, lassen derlei Umstände nicht selten auf eine exzessive Nachbearbeitung in der Post Production schließen.

Umso positiver überrascht das Ergebnis: mit dieser CD/DVD präsentieren Edguy ein prall geschnürtes Paket. Auch die Setlist kann sich sehen lassen. Neben einigen Klassikern aus der bisherigen Bandkarriere („Vain Glory Opera“, „Tears Of A Mandrake“, „King Of Fools“) kommen dabei natürlich auch etliche Songs aus dem damals aktuellen Album „Rocket Ride“ zum Zuge. Dabei zünden vor allem „Catch Of The Century“ als idealer Opener, „Fucking With Fire“ sowie die Hitsingle „Superheroes“. Das berühmte, südamerikanische Publikum aus Sao Paulo, das in stattlicher Anzahl gekommen ist, steht ab dem ersten Song Kopf. Leider hat man in Sachen Bildqualität schon besseres gesehen, einige Einstellungen sind sehr pixelig ausgefallen. Auch Tobias Sammet hatte als Sänger bereits überzeugendere Auftritte. Immerhin scheint damit der Vorwurf der nachträglichen Audio-Bearbeitung entkräftet zu sein.

Als Bonus gibt es eine knapp einstündige, durchaus kurzweilige, wenn auch vom Informationswert her eher gering zu bewertende Dokumentation über den Tournee-Alltag, sowie vier Videoclips zu sehen. Wem das nicht reicht gönnt sich die „Limited Edition“, die das komplette Konzert auf zwei CDs beinhaltet und sich preislich dennoch im absolut fairen Rahmen abspielt. Trotz einiger Schwächen ist „Fucking With F***“ zumindest für Edguy-Fans ein durchaus gelungenes Produkt geworden. Die Band zeigt sich sympathisch und authentisch und die Titelauswahl sowie das euphorische Publikum spricht ohnehin für sich. Das Warten hat sich also gelohnt!

Anspieltipps:

  • Catch Of The Century
  • Fucking With Fire
  • King Of Fools

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