Mandy Moore - Amanda Leigh - Cover
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Mandy Moore Amanda Leigh


  • Label: Storefront Recordings
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Mandy Moore begann Ende der 90er Jahre als Teen-Popstar („I wanna be with you“), widmete sich danach vermehrt der Schauspielerei („American Princess“), um sich langsam aber sicher mit dem Album „Wild Hope“ (2007) im „reifen Popstaralter“ von 23 Jahren einer erwachseneren Form der Popmusik zuzuwenden. Das funktionierte künstlerisch nicht schlecht, kommerziell war es dagegen nicht vergleichbar mit den Erfolgen früherer Teen-Pop-Tage (über acht Millionen verkaufte Tonträger). Aber egal. Mandy Moore hat musikalisch ihren Weg gefunden, den sie auch mit dem neuen Album „Amanda Leigh“ fortführt.

Die elf Songs auf „Amandy Leigh“ (siehe da: Beyoncé Knowles heißt eigentlich „Sasha Fierce“ und Mandy Moore „Amanda Leigh“. Schön, was man so alles erfährt, wenn man regelmäßig CDs kauft!) sind inspiriert durch Stilarten wie 70s-Pop, Country, Folk und Singer/Songwriter-Klänge bzw. von Künstlern wie Paul McCartney, Crosby, Stills, Nash & Young, Todd Rundgren und Joni Mitchell. Sie wurden von Mandy Moore und Indie-Produzent Mike Viola im Tandem geschrieben und in einem Keller-Heimstudio aufgenommen.

Alle Beteiligten haben darauf geachtet, dass die Songs stilistisch abwechslungsreich, handgemacht und erdig klingen. Mit den eingängigen Popliedern der frühen Jahre hat dies – wie erwähnt – nur noch am Rande zu tun. Im Mittelpunkt steht vielmehr – wie schon beim Vorgänger – die ausgebildete Stimme der 25-Jährigen, die sich im Verbund mit Kompositionen, die streckenweise wie Soundtrackbeiträge zu einer Off-Broadway-Theaterproduktion klingen („Merrimack river“, „Fern dell“, „Song about home“), weit entfernt vom täglichen Gesangseinerlei befindet. Aus der Tracklist sticht besonders der treibende Gute-Laune-Verbreiter „I could break your heart any day of the week”, das melancholisch-verträumte „Everblue“, der schöne Pianosong „Indian summer“ sowie der feinfühlige Country-Schunkler „Love to love me back” hervor, wobei die zweite Albumhälfte unterm Strich deutlich stärker ausfällt als die erste.

Die Entwicklung von Mandy Moore als Sängerin ist höchst erfreulich! Sie beweist, dass es auch eine Karriere nach der Karriere gibt, indem sie mit „Amanda Leigh“ das zweite gute Adult-Popalbum nacheinander vorlegt. Weiter so!

Anspieltipps:

  • Bug
  • Indian summer
  • Pocket philosopher
  • Love to love me back
  • I could break your heart any day of the week

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