Hollywood Undead - Swan Songs - Cover
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Hollywood Undead Swan Songs


  • Label: A&M/Universal
  • Laufzeit: 49 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Puh! Noch einmal ganz ruhig durchatmen und das Kleingedruckte im CD-Booklet studieren, um ganz auf Nummer sicher zu gehen. Und tatsächlich, Irrtum ausgeschlossen: Das Album „Swan Songs” von Hollywood Undead ist wirklich erst vor einem guten Jahr in den USA (höchste Chart-Platzierung: Platz 22) veröffentlicht und soeben auch bei uns in die Läden gestellt worden. Was daran so besonders ist? Nun, die sechsköpfige Band aus Kalifornien verbrät auf ihrem Debütalbum eine längst für tot gehaltene Crossover-Melange aus HipHop/Rap und Rockmusik, so als wäre die Zeit vor zehn, zwölf Jahren stehengeblieben. Wer das heute noch braucht, dem ist nicht mehr zu helfen.

Origineller als damals ist dieser Genremix eine Dekade nach der großen Zeit nämlich auch heuer nicht geworden. Die maskierten Herren mit den Künstlernamen Deuce (Gesang), J-Dog (Gesang, Keyboards), Johnny 3 Tears (Gesang, Gitarre), Charlie Scene (Gesang, Gitarre), Funny Man (Gesang) und Da Kurlzz (Gesang, Percussion) mischen wie gehabt leichtgängige Pop-Harmonien und abgestandene Nu-Rock-Riffs mit HipHop-Beats und Rap-Passagen, die sie von den Studio-Koryphäen Don Gilmore (Linkin Park, Lacuna Coil, Pearl Jam) und Danny Lohner (Black Light Burns, Nine Inch Nails, A Perfect Circle) zu einer musikalischen Mischung der Marke Linkin Park meets Eminem zusammenrühren ließen.

Hollywood Undead machen auf harte Gangsta-Rap-Jungs und verdienen sich schon im Opener „Undead“ (aber auch später) mit reichlich „Tits, Ass, Fuck, Bitch, Dick, Pussy, Shit“-Geblubber den „Explicit Content“-Sticker auf dem Cover. Dazu passt überhaupt nicht, dass im folgenden „Sell your soul“ eine poppige Melodie mit zerrenden Gitarren, cleanen Vocals und derben Gebrülle gekreuzt wird und danach mit dem Partysong „Everywhere I go“ ein mieser Eminem-Abklatsch ausgegraben wird. Dieser „Spaß“ geht auf allen 14 Tracks so weiter, wodurch sich eine stilistische Mischform ergibt, die ein Wirrwarr aus HipHop und Rock nach sich zieht. Das muss zwangsläufig in einem zerrissen Album enden, das in seiner Machart total veraltet und überflüssig ist.

Anspieltipps:

  • Young
  • California
  • This love, this hate

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