Method Man & Redman - Blackout! 2 - Cover
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Method Man & Redman Blackout! 2


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die beiden Ostküsten-MCs Clifford „Method Man” Smith (38) und Reggie „Redman” Noble (39) kollaborierten das erste Mal auf dem Album „Blackout!“ (1999) und schufen damit einen späten Klassiker des Old-School-Raps. Zu dieser Zeit waren beide bereits große Nummern der HipHop-Szene, die unabhängig voneinander die Charts beackerten. Method Man war (und ist) Mitglied des Wu-Tang Clan, während Redman ursprünglich als Feature-Gast eines EPMD-Albums auf sich aufmerksam machte und sofort einen Majordeal bekam.

Zehn Jahre nach ihrem bekifften Kultalbum versuchen es Redman und Method Man noch einmal gemeinsam. Was sie dazu getrieben hat, wird zwar nicht verraten, aber eine Mischung aus Spaß an der Freude und gepflegtem Geld verdienen wird es wohl sein. Und klar ist auch, dass die Herren Rapper mit dieser erneuten Kollaboration ihre bald erscheinenden Soloalben in einem Abwasch bewerben. Friede, Freude, Eierkuchen? Nicht ganz! Denn in den Texten von Mr. Mef und Funk Doc glühen nicht nur die Sportzigaretten. Da heulen Sirenen und brennen die nachts die Mülltonnen, die Spürhunde des FBI bellen und Autos hüpfen lustig auf der Stelle, während Bitches und tätowierte Gangstas on Dope staunend darumstehen.

Alles nur Klischees? Natürlich! Aber sie gehören zu einem altmodischen Album wie diesem einfach dazu. Und siehe da: das Spielchen funktioniert auch zehn Jahr später ganz prächtig. Method Man, Redman und ein paar Kumpels wie Keith Murray, Poo Bear, Raekwon, Gostface Killah und Saukrates spielen sich die Reim-Bälle gekonnt zu, während düstere Tracks wie „Dangerus MCees”, „Errbody scream” und „Neva herd dis B4“ pumpend aus den Boxen wabern. Das ist 90er Jahre Rapkultur, wie sie in den Büchern steht. Fehlt nur, dass die alten Gangster Ice „motherfuckin’“ T und Ice Cube von der Westküste um die Ecke kommen, um sich mit den Kollegen zu verbrüdern. Aber wir wollen ja nicht sentimental werden, sondern mit den Jungs aus der Hood zu kultigen Bangern wie „Diz iz 4 all my smokers“ (inkl. Retro-Sample einer knisternden Schallplatte), „Four minutes to lock down“ und „Hey Zulu“ abgehen.

„Blackout! 2“ ist eine gelungene Fortführung des 1999er Kultalbums. Es beschädigt nicht wie viele Fortsetzungen zuvor das Ansehen des Originals, sondern zeigt den ganzen zweitklassigen Rappern mit Majorvertrag, dass wir gut und gerne auf sie verzichten können. Dann würde es dem Genre heute auch bessern gehen, weil das Vertrauen des CD-kaufenden Publikums nicht so beschädigt wäre.

Anspieltipps:

  • Hey Zulu
  • Father’s day
  • Neva herd dis B4
  • Dangerus MCees
  • Mrs. International
  • Diz iz 4 all my smokers

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