Bap - Rockpalast: Tote Brücke, 15.06.2001 - Cover
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Bap Rockpalast: Tote Brücke, 15.06.2001


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 184 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Bap/Rockpalast-Reihe auf DVD deckt eine Zeitspanne von 1981 bis 2006 ab.

Keine andere Band wurde in den vergangenen 25 Jahren so häufig für die TV-Konzertreihe „Rockpalast“ des ersten deutschen Fernsehens gefilmt, wie die Kölsch-Rocker von Bap. Grund genug, um in den kommenden Monaten die komplette Bap/Rockpalast-Geschichte mit insgesamt sieben Auftritten mehr oder weniger chronologisch als DVD-Veröffentlichungen aufzubereiten.

Dass die Herzen der Fans am stärksten an den Songs (und den Musikern) aus der frühen Phase hängen, hat nicht nur die Konzertreise zum 30-jährigen Jubiläum sowie die 2006er Wiederveröffentlichung des vollständigen Bap-Back-Katalogs gezeigt. Klar, auch was Bap anno 2008 auf die Beine stellen, ist nicht schlecht und ideenreich (das aktuelle Album „Radio Pandora“ erschien zeitgleich als Plugged- und Unplugged-Variante), doch die uneingeschränkte Identifikation hat in den letzten Jahren spürbar nachgelassen. Umso schöner, dass die Fans jetzt die Gelegenheit zu einem Wiedersehen mit fast allen Bap-Musikergenerationen erhalten.

Nachdem im Dezember des vergangenen Jahres die ersten drei DVDs mit Konzerten aus den Jahren 1982, 1986 und 1996 veröffentlicht wurden, stehen nun die finalen vier DVDs aus der Rockpalast-Reihe in den Regalen. Die Silberlinge glänzen wiederum mit 5.1 Dolby Surround Sound, alten Original-Interviews und kleinen Booklets, die Liner Notes von Mr. Rockpalast himself, Peter Rüchel, enthalten. Ansonsten regiert auch auf diesen DVDs purer, ehrlicher Rock’n’Roll.

Das Rockpalast-Konzert vom 15. Juni 2001 fand an einem nicht alltäglichen Platz statt. Für die Live-Vorstellung des damals gerade eine Woche zuvor erschienenen Albums „Aff un zo“ hatte sich die Band eine „tote Autobahnbrücke“ in der Nähe der Telekom-Town Euskirchen ausgesucht, ein Autobahn-Bauprojekt der A1, das nie fertiggestellt wurde. Wieder mal ist die Band knapp über drei Stunden auf der Bühne und hat neben zahlreichen Klassikern auch die Sommerhitsingle „Aff un zo“ mit im Gepäck.

Bap spielten in derselben Besetzung wie bei der 1999er Rockplast-Aufzeichnung im Musical Dome (Wolfgang Niedecken – Gesang, Gitarre, Helmut Krumminga – Gitarre, Gesang, Michael Nass – Tasteninstrumente, Gesang, Werner Kopal – Bass, Jürgen Zöller – Drum, Jens Streifling – Saxophon, Gitarre und die inzwischen verstorbene Sängerin Sheryl Hackett. Das Programm bestand aus überraschend vielen aktuellen Songs sowie Stücken aus dem Niedecken-Soloalbum „Leopardefell“ (1995). Der Auftrittsort sorgte mit seiner skurrilen Kulisse für einen der denkwürdigsten Auftritte in der Rockpalast-Geschichte von Bap.

Anspieltipps:

  • Aff und zo
  • Wat ’e Johr
  • Leopardefellhoot
  • Vill passiert sickher
  • Diss Naach es alles drinn
  • Hück es sing Band en der Stadt

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