Lisa Ekdahl - Give Me That Slow Knowing Smile - Cover
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Lisa Ekdahl Give Me That Slow Knowing Smile


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 36 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Regen prasselt gegen mein Fenster, die Blicke schweifen ins Leere. Der CD-Player spielt „Give me that slow knowing smile“ von Lisa Ekdahl. Passt gut zum Wetter, schön melancholisch. Am nächsten Tag: Die Sonne scheint, es ist ein warmer Frühlingsmorgen. Wieder läuft Lisa Ekdahl. Ich bin erstaunt, das Album scheint weit weniger schwermütig. Die Musik umschmeichelt den noch jungen Tag mit einer überraschenden Leichtigkeit. Ist der Schwedin mit ihrem elften Studioalbum etwa die perfekte Frühlingsplatte gelungen?

Schon beim ersten Hören weiß die einzigartige Stimme von Lisa Ekdahl zu überzeugen. Sie klingt verletzlich, verliert sich in Schwermütigkeit und lässt Hoffnung aufkeimen. „While I’m here I’m singing from my heart“ heißt es in „One life” und wir möchten es Ihr gerne glauben. Hingebungsvoll, aber unaufdringlich bringt sie ihre Gefühle, Ängste und Hoffnungen zum Ausdruck. Dabei wirken die Kompositionen nie kitschig oder aufgesetzt.

Es sind aber nicht nur die Texte oder die Stimmung allein, welche das Album hörenswert machen. Die Schwedin weiß zu unterhalten. Dank eines außerordentlichen Gespürs für Melodien setzten sich die meisten Lieder nach ein paar Mal hören direkt fest und lassen einen über Tage nicht mehr los. „The world keeps turning“ oder das titelgebende „Give me that slow knowing smile sind astreine Ohrwürmer. Am meisten brilliert Lisa Ekdahl, wenn ihre Stimme in den Vordergrund gestellt wird. Dass sie auf überbordende Instrumentalisierung sehr gut verzichten kann, zeigt die Schwedin beeindruckend in „Sing“. Ihre Stimme und ein Klavier oder eine Gitarre reichen aus um den Hörer zu fesseln. Etwas Schwung bringt „When“ in die Platte und weckt Erinnerungen an sonnige Tage.

Die recht kurze Spieldauer von etwa 36 Minuten kommt dem Album zugute. Lisa Ekdahl vermittelt eine einzigartige entspannte Stimmung und kann diese auch über Albumlänge aufrecht erhalten. Kein einziger Aussetzer stört den Hörfluss, nie hat man das Gefühl ein Lied sei überflüssig. Mit „Sing that song, sing it loud if you like or you can whisper it soft in my ear“ bringt es die Schwedin in „Sing“ auf den Punkt. Ein Album zum nachdenklich aus dem Fenster starren oder gegebenenfalls hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Anspieltipps:

  • I don’t mind
  • One life
  • The world keeps turning
  • When

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