The Atomic Bitchwax - TAB4 - Cover
Große Ansicht

The Atomic Bitchwax TAB4


  • Label: Teepee Records/CARGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Karma To Burn sind ja jetzt endlich wiedervereint, Fu Manchu die Coolness-Konstante schlechthin und The Atomic Bitchwax melden sich zurück: da geht was im Stoner-Hardrock.

Geschmackssichere Stoner- und Heavy-Rocker wissen ja schon lange, dass das Sideprojekt The Atomic Bitchwax besser fuzzt, funkt (hier: gelesen deutsch, nicht englisch) und funzt als die eigentlichen Haupttätigkeiten der Protagonisten bei Godspeed und Monster Magnet. Insofern freuen sich Kenner schon lange auf das vierte Album der New Jerseyer nach vier Jahren Sendepause.

Chris Kosniks Sideprojekt und Erholungsstation vom knüppelharten Godspeed-Geprügel ist ja schon mit den ersten beiden Releases beliebter Szeneerfolg geworden. Doch wurde nach dem zweiten Album ein wenig justiert. Weniger Stoner, mehr 70s-Hardrock, weniger Instrumentals, mehr Singalong-Ästhetik (wird wohl auch mit dem 2003er-Weggang von Monster Magnets Ed Mondell und seiner Ersetzung mit Core’s Finn Ryan an der Gitarre zu tun haben).

Seit je her indes wabert TAB in den Gefilden härteren aber melodiösen Riff-Rocks, ohne dabei in die Nähe des Metall zu kommen, wie es viele andere Stoner-Acts gerne mögen. Das macht den Sound von Kosniks Band vergleichsweise frisch, entspannt und easy. Eine Kerbe, die mit „TAB 4“, nur mehr vertieft wird. Mit aktuellem Monster-Magnet-Drummer Bob Pantella neu im Boot, legt die Bitchwax ein herrlich solides Stück Hardrock vor, das nicht langweiliger Abklatsch vorherigen Outputs ist und weniger Stressabbau als vielmehr Spaß und gute Laune bringt.

Vom Feeling her passt „TAB 4“ ideal als Nachleger zu Fu Manchu’s „California Crossing“ ins Radio des sommerwinddurchtränkten und abendlichtdurchfluteten, schnell fahrenden Automobils älteren Jahrgangs. Herausragend ziehen „Don’t Do It“, „Sometime Wednesday“ und „Daisy Chain“ alle Rock-Register. „Revival“ baut als Opener schön das kommende auf, mit „Super Computer“ und „Giant“ finden auch wieder zwei knüppelndere Instrumentals platz. Das Pink Floyds „Astronomy Domine“ einigermaßen unkreativ auf heavy gecovert wird, lässt sich dabei spielend verschmerzen. Insgesamt: Motor an, „Sometime Wednesday“ an und ab in die Abendsonne cruisen.

Karma To Burn sind ja jetzt endlich wiedervereint, Fu Manchu die Coolness-Konstante schlechthin und The Atomic Bitchwax melden sich zurück: da geht was im Stoner-Hardrock.

Anspieltipps:

  • Sometime Wednesday
  • Don’t Do It
  • Daisy Chain
  • Revival

Neue Kritiken im Genre „Stoner-Rock“
7/10

Sechs
  • 2018    
Diskutiere über „The Atomic Bitchwax“
comments powered by Disqus