Naked Lunch - Universalove Soundtrack - Cover
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Naked Lunch Universalove Soundtrack


  • Label: Louisville/WEA
  • Laufzeit: 36 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Eigentlich könnte der Soundtrack zu Thomas Woschitzs „Universalove“ auch gut und gerne als reguläres Naked Lunch-Album durchgehen. Die Stücke berühren durch ihre umfassende Traurigkeit und sind logische Folge von „Songs For The Exhausted“ und „This Atom Heart Of Ours“.

Es ist ja nach wie vor schwer zu glauben, dass eine Band, die mal ein Album wie „Superstardom“ aufgenommen hat, nun schon seit Jahren derart ergreifende, collagenhafte, im besten Sinne künstlerische, aber dennoch bis ins Mark natürliche Arbeiten produziert. Dementsprechend ist der vorliegende Soundtrack so viel mehr als nur die Begleitung bewegter Bilder: Naked Lunch erzählen vielmehr kleine Geschichten im Vorbeigehen, entfachen Stimmungen neben den Ereignissen und veredeln nicht nur, nein, sie schwingen sich beinahe zu den Hauptakteuren als Beobachter der Dinge auf. Der Film ist das Vehikel der Musik, und umgekehrt. Alleine „Universalove (Brooklyn)” besticht mit einer Dramatik, die schon den Trailer zum Film vor Spannung geradezu bersten lässt. Und „Milja And Dusan (Belgrade)“ ist das vielleicht niedergedrückteste Stück, dass Naked Lunch je geschrieben haben.

In „Universalove“ feiern Klang und Bild schlicht eine der schönsten Hochzeiten überhaupt. Die Band wird problemlos zum Protagonisten neben den Protagonisten und prägt ganz und gar unkitschig das Bild der Liebe im Film, nicht ohne den einzelnen Episoden den nötigen Entfaltungsraum zu lassen. Darin zeigt sich wahre Klasse. And the whole world stops to run.

Anspieltipps:

  • Milja And Dusan (Belgrade)
  • Universalove (Brooklyn)
  • Where Do We Dance And Drink

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Reservoir
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