Lawn - Silver - Cover
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Lawn Silver


  • Label: Makemyday/ALIVE
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit fast zehn Jahren wurschtelt Lawn, eine vierköpfige Indie-Rockband aus den Niederlanden, nun schon im deutschen und holländischen Underground herum. Nach „Lawn-dro-mat“ (2001) und „Backspace” (2004) legt das Quartett mit „Silver” nun sein drittes Studioalbum vor, das es in den Niederlanden bereits seit vergangenem Jahr käuflich zu erwerben gibt. Die acht Tracks auf „Silver“ wurden Phil Vinall (u.a. dEUS, Snow Patrol, Placebo, Radiohead) abgemischt, von Pieter Kloos (Motorpsycho, 35007) produziert und in der Vorproduktionsphase von Robin Proper Sheppard (Sophia) begleitet.

Alles Namen, die nicht ohne Grund genannt werden, da die Niederländer musikalisch stark in die Richtung Alternative-, Post- und Indie-Rock mit dezenten Pop-Ambitionen tendieren. Und so ist „Silver“ ein Album, das viel will, aber längst nicht alles kann. Denn wo oben genannte Bands den Hörer mit ihren Alben emotional berühren, bleibt das auf „Silver“ dargebotene Liedgut gerne seltsam kühl und blutarm.

Zwar verstehen es Lawn durchaus, an der einen oder anderen Stelle Atmosphäre und Spannung aufzubauen (etwa im gespenstischen „Sanctuary“ mit Lydia van der Meer als Gastsängerin oder im düster wabernden „Silver lining“) bzw. schöne Melodien zu platzieren („Downstream“, „Yesteryear“), doch das reicht nicht, um echte Begeisterung zu wecken. Dazu schaffen Lawn es einfach nicht, dauerhaft über den Status einer Light-Version von Placebo oder dEUS hinauszukommen. Deshalb ist „Silver“ beileibe kein schlechtes Album, aber auch nicht der große Wurf, den das Name Dropping im Presse-Waschzettel vermuten lässt.

Anspieltipps:

  • Rear view
  • Yesteryear
  • Downstream

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