Viarosa - Send For The Sea - Cover
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Viarosa Send For The Sea


  • Label: Dandyland/CARGO
  • Laufzeit: 53 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die sechsköpfige Band Viarosa hat sich im Jahr 2002 in London zusammengefunden und mit ihrem Debütalbum „Where The Killers Run“ (11/2006) ein erstes Beweisstück für ihren düster angehauchten Alternative Folkrock im Stile von 16 Horsepower bzw. Wovenhand abgeliefert, der die englische Fachpresse sofort in Hype-Alarm versetzte. Aber auch nur die – wie so häufig.

Inzwischen erschien in England das Zweitwerk „Send For The Sea” (09/2008), das jetzt auch offiziell auf den Deutschland Markt kommt. Darauf versammeln Richard Neuberg (Gesang, Gitarre, Mandoline), Emma Seal (Gesang), Rob McHardy (Gitarre, Piano), Josh Hillman (Violine), Mick Young (Bass) und Nick Simms (Drums) wiederum – diesmal in zwölffacher Ausführung – zum Teil äußerst schwermütige Lieder, die sich zwar nicht mehr so stark mit Themen wie Trauer, Verlust und Schmerz befassen, aber noch immer nicht als Ausgeburten von Freude und Spaß herausstellen.

Die latent niedergedrückte Grundstimmung auf „Send For The Sea” resultiert aus der Kombination von Richard Neubergs Reibeisenstimme mit akustischen Gitarren und den klagenden Klängen der Geigen und Violinen. Dadurch werden selbst im Ansatz positive Stücke wie „Tourniquet“ zu zwiespältigen Angelegenheiten, ganz zu schweigen von so unfassbar traurigen Songs wie „Cruel pull of the stars“ oder „Ode to sunlight“, die den Hörer so unangenehm berühren, dass dieser mehr als nur ein bisschen Leidensfähigkeit mitbringen muss.

Im Ernst, was Viarosa hier treiben, geht eigentlich schon zu weit. Deshalb heißt es aufgepasst: So einen Seelentrip muss man als Hörer bewusst wollen, ansonsten macht ein Album wie dieses nicht nur überhaupt keinen Spaß, es wird einen auch komplett in Depressionen reißen. Deshalb: Wenn du meinst, es geht dir gut – nach dem Hören dieser CD bist du garantiert suizidgefährdet!

Anspieltipps:

  • Tourniquet
  • The last resolve
  • Beggars and thieves

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