Madina Lake - Attics To Eden - Cover
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Madina Lake Attics To Eden


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Keine großen Überraschungen erwarten den Hörer der neuen Platte von Madina Lake. Nachdem man sich mit dem ersten Album und wilden Live-Auftritten eine ordentliche Fan-Basis erspielt hat, weicht man auf dem neuen Material keinen Meter ab vom ursprünglichen Sound. Schon das 2007er Album „From Them, Through Us, to You“ war nicht mit Innovativität gesegnet, zu oft der Mix aus Rock, Pop und Emo bereits bei anderen Genrevertretern gehört und auch 2009 sind die Unterschiede nur marginal.

Dabei fängt „Attics to Eden“ richtig gut an. Die erste Single „Never Take Us Alive“ ist alles andere als harmlos und überzeugt durch ordentliches Tempo und schnelle Wechsel. Doch schon nach dem noch relativ ansprechenden Intro von „Let’s Get Outta Here“ macht sich kreative Lethargie breit, vieles ist vorhersehbar bis langweilig. Die Ballade „Through the Pain“ sei hier als Höhepunkt klischeebeladener Inhaltslosigkeit genannt, sowohl Text als auch Songwriting betreffend. Nur vereinzelt können sich einige Lichtblicke noch so gerade vom Rest abheben. „Silent Voices Kill“ macht Laune und auch Sänger Nathan Leone weiß hier zu überzeugen. Ansonsten klingt „Friends & Lovers“, einer der ruhigeren Momente des Albums, noch einigermaßen authentisch und auch „Not For This World“ verbreitet eine dunkle Atmosphäre, bevor der Refrain diese dann wieder zunichte macht

Madina Lake kommen nicht raus aus dem Mustopf des Durchschnitts. Zu festgefahren und zu durchsichtig wirkt das Album über die komplette Distanz. Gut, Anhänger des letzten Albums werden die Beständigkeit, um nicht Stagnation zu sagen, begrüßen, auch wenn auf „Attics to Eden“ keine richtigen Kracher zu verzeichnen sind, abgesehen vielleicht vom Opener. Ansonsten steht das Album eher für die Sackgasse, in der sich das Genre zur Zeit befindet und die Unfähigkeit, sich abzuwenden vom immer gleich bleibenden Sound vieler Bands.

Anspieltipps:

  • Never Take Us Alive
  • Silent Voices Kill
  • Friends & Lovers

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