The Parlor Mob - And You Were A Crow - Cover
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The Parlor Mob And You Were A Crow


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Selten war der Vergleich mit Led Zeppelin treffender als bei The Parlor Mob! Schon der Opener „Hard times“ nimmt einen gefangen und weist reihenweise Parallelen zu dem 70ies Hardrock-Act auf, der bis heute eine riesengroße Fanschar aufzuweisen und unzählige Bands inspiriert, sowie deren Gründung initialisiert hat. Die anfangs unter What About Frank? bekannte Formation aus Red Bank, New Jersey holt sich jedoch nicht nur von den Herrschaften Plant, Page, Jones und Bonham Ideen, sondern knallt ebenso wütende Postrock-Ausbrüche, stampfende Blues-Rhythmen und eingängigen Rock´n´Roll hin, bei dem ein Zahnrad ins nächste greift und kein Song dem anderen gleicht.

Dass vorrangig Stücke wie „Black dog“, „Good times, bad times“ oder „Celebration day“ von Led Zeppelin als Blaupause herhalten mussten, ist nicht weiter schlimm, etwas mehr Eigenständigkeit würde Mark Melicia (Gesang), David Rosen (Gitarre), Paul Ritchie (Gitarre), Nick Villapiano (Bass) und Sam Bey (Schlagzeug) aber definitiv gut zu Gesicht stehen, da viele Passagen, Breaks oder Schnörksel eine frappierende Ähnlichkeit zu Kompositionen der englischen Rockband aufweisen („When I was an orphan“), die mit etwas mehr Abstand den Eindruck, eine ausgesprochen gute Coverband zu hören, locker abwehren könnten. Gerade das wäre bei all der gebotenen Spiellust schade, da „And you were a crow“ jede Sekunde durchscheinen lässt, welch immenses Potential in der Truppe steckt.

Eine Sache sollen The Parlor Mob aber bitte so lassen, wie sie ist: Sänger Mark Melicia! Nicht nur, dass er mit brünetter Dauerwellenmähne äußerlich Plants Ebenbild sein könnte, die stimmliche Gewalt, die er aufbringt ist einfach phantastisch und steht dem mittlerweile 60jährigen in seinen besten Tagen in nichts nach. Zusätzlich mischt Melicia außerdem noch eine kratzbürstige Variante von Jack White (The White Stripes) und die exaltierten Essenzen eines Cedric Bixler-Zavalas (The Mars Volta, At The Drive-In) darunter, was sich auch im Klangbild niederschlägt (z.B. „Carnival of crows“) und „And you were a crow“ zu einer unwiderstehlichen Versuchung macht.

Anspieltipps:

  • Real Hard Headed
  • Carnival Of Crows
  • When I Was An Orphan
  • Everything You´re Breathing For

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