Slough Feg - Ape Uprising! - Cover
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Slough Feg Ape Uprising!


  • Label: Cruz/ALIVE
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Wieso sind Slough Feg im aktuellen Retro-Boom noch immer ein Nischenthema?

Slough Feg alias The Lord Weird Slough Feg werden wohl immer jung bleiben. Zumindest wenn man sich die dargebotenen Hardrock-, Metal- und Folk-Einflüsse anhört, die sie einem auf „Ape uprising!“ (Ja, ein mehr oder weniger Konzeptalbum über unsere nächsten Verwandten) um die Ohren schmeißen. Zuerst ist zwar noch unheilvoller Doom an der Reihe („The hunchback of Notre Doom“), doch bereits die Bluesrocknummer „Overborne“ und der anschließend epische, sich über zehn Minuten erstreckende Led Zeppelin trifft Thin Lizzy und lädt Iron Maiden noch zu einem kurzen Plausch ein-Titeltrack ist derartig stark in den 70ern geerdet, dass Fans der genannten Bands in einen wahren Endorphinrausch verfallen könnten.

Die Herrschaften rund um Mike Scalzi (Gesang, Gitarre), Angelo Tringali (Gitarre), Adrian Maestas (Bass) und Harry Cantwell (Schlagzeug) fangen den Spirit dieses Jahrzehnts mit wilden Solos, sowie ungezügelten Schlagzeug/Gitarrenläufen aus der Technik-Abteilung eben äußerst prächtig ein und verlagern ihn ohne prägnanten Qualitätsverlust in die 00er Jahre. Die meist rauschhaften Instrumentaleskapaden sind jedoch nicht nur anfangs anzutreffen, sondern bevölkern auch hintere Teile der Platte, die mitunter etwas songorientierter ans Werk gehen. So durchweht ein Hauch irischer Folklore „White cousin“ und „Nasty hero“ weist (abgesehen vom furiosen Finale) starke Pop-Reminiszenzen auf, die an die eine oder andere AOR-Truppe gemahnen.

Bleibt eigentlich nur eine Frage zu klären, die sich die seit bald 20 Jahren bestehende Kapelle wohl gar nicht mehr zu fragen stellt: Wieso sind Slough Feg im aktuellen Retro-Boom noch immer ein Nischenthema, das selbst alte Hardrock-Recken neben den üblichen Jungspunden ins Rampenlicht katapultiert hat? Die handwerkliche Seite ist schließlich exzellent und den kompakt gehaltenen Stilmix geben die Vier aus Pennsylvania ebenfalls ausreichend variabel und intensiv wieder, sodass einzig und allein die schrägen Ideen (ein Blick auf das Cover reicht aus um diese These zu untermauern) und einige altmodische Facetten im Songaufbau zu bemängeln wären. Wer sich allerdings davon abschrecken und „Ape uprising!“ deswegen links liegen lässt, ist selber schuld.

Anspieltipps:

  • Overborne
  • Ape Uprising
  • Shakedown At The Six

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