Kate Voegele - A Fine Mess - Cover
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Kate Voegele A Fine Mess


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Kate Voegele dürften die meisten als Schauspielerin in der Serie „One Tree Hill“ kennen. Dort spielt sie eine aufstrebende Sängerin. Abgesehen von den Serienfans, ist den wenigsten bekannt, dass die 22 Jahre alte Schauspielerin auch im tatsächlichen Leben Sängerin ist. So hat sie in der TV-Serie sämtliche Songs, die sie dort performt, auch selber gesungen. Nach zwei Demotapes 2003 und 2005 wurde sie mehrfach zu Sportereignissen gerufen, um die obligatorische US-Hymne zu singen, ein Erlebnis, das nur den wichtigen Musikern in den USA vorbehalten ist. 2006 trat sie erstmals mit Michelle Branch & Jessica Harper auf. Mit diesen beiden, sowie Vanessa Carlton wird Kate Voegeles Musik auch oftmals zu Recht verglichen. 2007 erschien Voegeles erstes Album „Don’t Look Away“ auf MySpace Records.

Das Zweitwerk „A Fine Mess“ beginnt mit „Inside out“, einem Gitarrenpopsong, der zeigt, in welche Richtung es auf dem Album gehen wird: Emotionaler Pop, der die gesamte Gefühlspalette positiv, wie auch negativ, abdeckt. Auffällig ist, dass sie die Stimmungen immer glaubwürdig transportiert, besonders beeindruckend im Refrain von „Who you are without me“. Ihre Band begleitet sie ohne sich in den Vordergrund zu spielen und unterstützt unauffällig ihren Gesang. Bei „Angel“ kommt Kate Voegeles zweites Hauptinstrument stärker zum Vorschein, das Klavier, das sich leicht und unauffällig ins Klangbild einfügt.

Mit „unauffällig“ sind auch die Vor- und Nachteile der CD auf den Punkt gebracht. Das Album läuft wie in einem Fluss und lässt sich gut als Hintergrundmusik hören. Nun lässt sich vortrefflich streiten, ob eine CD als Hintergrundbeschallung das ist, was der Käufer will, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen, es handelt sich schließlich um eine Popplatte, die vor allem für den amerikanischen Markt produziert wurde, was man der Scheibe bei aller Produktionsprofessionalität fortwährend anhört.

Das wunderbare „Angel“ rundet den ersten Album-Part ab, der sicherlich den stärksten Teil darstellt. Hier passt alles zusammen: Stimme, Instrumentierung, Produktion. Nach zwei etwas schwächeren Songs, die einfach nicht im Ohr haften bleiben wollen, bringt „Manhattan from the Sky“ (übrigens die erste Singleauskopplung) wieder Schwung in den Laden, bis dann die Klavierballade „Lift me up“ als Höhepunkt den Abschluss bietet.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass Kate Voegele mit ihrem zweiten Longplayer (zumindest in den USA) in die Riege der Songwriter-Popstars aufsteigt. Das Potenzial dazu hat sie definitiv.

Anspieltipps:

  • Who are you without me
  • Angel
  • Manhattan from the sky
  • Lift me up

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