Herbstrock - Die Bessere Hälfte - Cover
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Herbstrock Die Bessere Hälfte


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 42 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus Wien in Österreich kommt die junge Newcomer-Band Herbstrock, die stilistisch ohne Umschweife in die große „Juli, Silbermond, Mia, Wir Sind Helden, Christina Stürmer, Rosenstolz“-Schublade gesteckt werden kann – und das wohl auch will. Als Begründung für diese These werden auf dem zweiten Studioalbum „Die bessere Hälfte“ ein Dutzend perfekt produzierte Popsongs mit hoher Hitparaden-Affinität und einem gewissen Niedlichkeitsfaktor, hervorgerufen durch Sängerin Anna Müller, angereicht.

Ein Selbstläufer ist das Quartett aus der Wiener Neustadt dennoch nicht. Obwohl die angewendeten Zutaten in der Regel ganz gut funktionieren, stottert der Motor bei Herbstrock noch. So hielt sich das 2008er Debütalbum „Ende: Gut“ gerade mal drei Wochen in den heimischen Charts (beste Platzierung: Rang 37), während „Die bessere Hälfte“ zwar bis auf Platz 16 kam, aber nach sechs Wochen Verweildauer wieder verschwunden war. Deshalb wollen wir beobachten, wie sich die Sache in Deutschland entwickelt.

Hier fanden die ersten zielgruppenrelevanten Tests recht erfolgreich im Vorprogramm der 2009er Frühjahrstour von Christina Stürmer statt. Schon damals stand das zweite Album der Österreicher mehr oder weniger heimlich in den Läden. Es wurde zwar nicht beworben, aber wer fragte, bekam auch eins. Jetzt wird es offiziell ins Rennen geschickt und wir stellen fest, dass Herbstrock klassische Gefälligkeitspopmusik spielen, bei der Ecken und Kanten tunlichst vermieden werden. Lediglich Anna Müller vermag ein wenig zu polarisieren, wenn sie bestimmte Worte wie her (heaaa), leer (leaaa), mehr (meaaa), hier (hiaaaa), mir (miaaa) künstlich in die Länge zieht. Das ist aber auch schon alles, was auf „Die bessere Hälfte“ einen Enterhaken in Richtung des Hörers wirft.

Neben zwei herausragenden Stücken („Klar“, „Auf, ab und dann“) wird das Album von Durchschnittskost bestimmt, die sich so gar nicht von der breiten Masse abheben mag. Die Melodien dudeln lieblich vor sich hin, die Texte haben nicht wirklich eine Aussage und schwupp, fehlen einem fast sämtliche Argumente für den Erwerb dieses Albums.

Anspieltipps:

  • Klar
  • So ist eben
  • Auf, ab und dann
  • Die bessere Hälfte
  • Sag mir wie viel davon
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