Pussycat Dolls - Doll Domination (Re-Edition) - Cover
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Pussycat Dolls Doll Domination (Re-Edition)


  • Label: A&M/Universal
  • Laufzeit: 80 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
3.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung des zweiten Pussycat-Dolls-Albums „Doll Domination“ erscheint das Werk als Neuauflage mit vier neuen Bonus Tracks. Die beiden Bonus Tracks der Urversion mussten dafür weichen. Nun ja...

Ein Grund für dieses Spielchen ist die Single „Jai ho!“, die als Titelsong des Kinohits „Slumdog Millionaire“ fungiert und die „Doll Domination“-Verkäufe noch mal beleben soll. Am Gesamteindruck ändert dies freilich nichts. Hier gilt weiterhin:

Nach über sechs Millionen unters Volk gebrachter Exemplare des Debütalbums „PCD“ (09/2005) sollte der Nachfolger eigentlich ein Selbstläufer sein. Aber die Zeiten haben sich geändert. Ein Album muss heutzutage Außergewöhnliches bieten, wenn potenzielle Käufer animiert werden sollen, 15 Euro dafür auszugeben. Da reichen Gast-Features von Snoop Dogg, Missy Elliott und R. Kelly sowie Songwriter- und Produzenten-Skills von Rodney Jerkins, Timbaland, Ron Fair, Ne-Yo und Kara DioGuardi allein kaum aus. Und wenn Nicole Scherzinger, Melody Thornton, Ashley Roberts, Kimberly Wyatt und Jessica Sutta nackte Haut zeigen, interessiert das auch nicht wirklich. Also was tun?

Die Stars und Sternchen von heute – wie Miley Cyrus – sind noch nicht mal volljährig, beherrschen das Einmaleins des Business aber bereits perfekt. Da werden z.B. scheinbar zufällig eindeutig zweideutige Bilder über das Internet an die Öffentlichkeit gebracht und die Masse geht steil. Dass das eigentliche Produkt – die Musik – dabei kaum über den üblichen Durchschnittsbrei hinauskommt, ist vollkommen egal. Das Publikum will eben stetig Sensationen und einmal pro Quartal eine neue Sau durchs Dorf treiben.

Da können die Pussycat Dolls nicht (mehr) mithalten. Dabei ist „Doll Domination“ randvoll mit Musik im Spannungsfeld zwischen Pop und R&B und die Songs sind im Großen und Ganzen nicht schlecht. Aber reicht das? Neben Highlights wie „Elevator“, „Out of this club“, „Happily never after“, „I hate this part” sowie dem gefloppten Scherzinger-Solo-Titel „Baby love“ stehen nämlich auch nicht gerade wenige Füller auf der Liste, die den Gesamteindruck verwässern. So wird die Suche nach dem Besonderen zu einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen, an deren Ende eine magere Ausbeute steht. Richtig doll (sic!) war das nicht, meine Damen!

Anspieltipps:

  • Elevator
  • I’m done
  • Out of this club
  • I hate this part
  • Happily never after

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