General Elektriks - Good City For Dreamers - Cover
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General Elektriks Good City For Dreamers


  • Label: Discograph/ALIVE
  • Laufzeit: 51 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Bevor der Franzose Herve Salters zu General Elektriks wurde war er ein Wunderkind am Piano. 1999 verließ er Paris, um in San Francisco erwachsen zu werden. Erwachsen im Sinne von das Kind in sich nicht nur zu bewahren, sondern Naivität und Verrücktheiten in Songs und Tracks zu transformieren. Seine Zusammenarbeit mit der Quannum Crew (Blackalicious, Lyrics Born, DJ Shadow) war Horizonterweiterung und gegenseitige Inspiration. Für sein erstes Album als General Elektriks wurde er zum „Ennio Morricone für das 21. Jahrhundert“ ernannt.

Mit dem vorliegenden „Good City For Dreamers“ setzt General Elektriks sein Spiel mit Keyboards aller Art auf urige Weise fort. Der Mann hat Humor und ein Händchen, um Dilettantismen und Spielereien in – ja Pop-Songs zu transformieren. Pop, in dem Funk, Hip Hop Beats, Film-Musik, digitale Klänge, Indie-Melodien und Jazz ineinander fließen. Besonders gut gelingt dies auf „Take Back The Instant“, „You Don’t Listen“ und „Little Lady“. „Cottons Of Inertia“ klingt nach John Lennon from outta space und auf “Engine Kickin’ In” werden Bläser und Streicher ins Klingklang integriert. Ziemlich synthetisch kommen die „David Lynch Moments“ daher. Danach verliert sich General Elektriks etwas zu sehr in digitalen Spielereien, um bei „Bloodshot Eyes“ und „Rebel Sun“ wieder in die Songspur des Pop zurückzufinden.

Zweifellos ist Herve Salters ein Talent, das mühelos zwischen Beck, Beatles und Electronics pendelt und daraus sein ureigenes Ding macht. Der ganz große Wurf ist ihm aber noch nicht gelungen. Doch was heißt das schon angesichts des zweiten Albums, das dennoch empfehlenswert ist, gerade auch weil es die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlägt.

Anspieltipps:

  • Take Back The Instant
  • You Don’t Listen
  • Bloodshot Eyes
  • Rebel Sun

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