Loch Vostock - Reveal No Secret - Cover
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Loch Vostock Reveal No Secret


  • Label: Silverwolf/SPV
  • Laufzeit: 52 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Aus der Asche der Band Mayadome, die 2001 das Zeitliche gesegnet hat, entsteigt Loch Vostok und legt mit „Reveal no secrets“ nun das dritte Opus vor. Viele der Mitglieder waren oder sind auch in anderen Formationen tätig, weswegen sich Teddy Möller (Gesang, Gitarre), Niklas Kupper (Gitarre), Tomas Jonsson (Bass), Fredrik Klingwall (Keyboard) und Alvaro Svanerö (Schlagzeug) nicht auf ein fixes Genre einlassen, sondern ein möglichst breit gefächertes Spektrum anbieten, das vor allem die Eckpunkte Melodic Death, Progressive und Power Metal umfasst.

Die Fusion dieser drei Hauptstilrichtungen geht verspielt, verfrickelt und flüssig vonstatten, ganz so wie man es von ähnlichen Gruppierungen wie Scar Symmetry oder Children Of Bodom gewohnt ist, allerdings macht „Reveal no secrets“ eindeutig klar, dass die Band noch auf der Suche nach der richtigen Balance ist. Flotte Power-Arrangements mit hohen Leadgesängen und spritzigem Keyboard duellieren sich mit knackigen Todesblei-Eruptionen und markigen Growls. Oftmals landet der bunte Strauß jedoch in der Sackgasse und sorgt für Verwirrung, da Genre-Breaks sehr forsch vollzogen werden und ein roter Faden meist vergeblich gesucht wird.

Diese Unentschlossenheit, ob denn nun eher Knochen gebrochen (Death Metal) oder Glas zersplittern (Power Metal) soll, gipfelt im Song „Thirty years“, der anfänglich beide Stile aufgreift, einige schwer verdauliche Haken schlägt und letztendlich eine Frauenstimme die Versöhnung ausfechten lässt. Mehrere Hördurchgänge sind also vorprogrammiert, sofern die Erschließung eines halbfertig klingenden Albums, das noch dazu mit einer dünnen Abmischung aufwartet, nicht von vornhinein abschreckt. Gute Ansätze sind zwar versteckt, zu Ende gedacht werden sie trotz einer durchschnittlichen Songlänge von 5 Minuten aber kaum. Fazit: Lieber vorher antesten!

Anspieltipps:

  • Dig Deeper
  • What Once Was

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