Trigger The Bloodshed - The Great Depression - Cover
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Trigger The Bloodshed The Great Depression


  • Label: Rising Records/SPV
  • Laufzeit: 34 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Weltwirtschaftskrise lässt keinen kalt! Zuerst die unverschämten Benzinpreise und jetzt gleich der gesamte Finanzapparat. Wo soll das noch hinführen? Ob uns das britische Abholzungskommando Trigger The Bloodshed aus der (vermeintlich) großen Depression herausziehen will, wie der Titel zum zweiten Album der Briten anmutet oder schüren Jonny Burgan (Gesang), Rob Purnell (Gitarre), Martyn Evans (Gitarre), Dave Purnell (Bass) und Max Blunos (Schlagzeug) lediglich die Verzweiflung und die Ausweglosigkeit auf ihrem Nachfolger zum Debüt „Purgation“ (08/2008), das für ordentlich Furore in der Szene gesorgt hat?

Den 34 Minuten apokalyptischem Death Metal in brutalem Knüppel-Kleid zufolge, dürfte die Antwort darauf wohl nicht so rosig aussehen und die Menschheit kann froh sein, wenn die Realität nur halb so unbarmherzig zuschlägt wie es Trigger The Bloodshed auf ihren Instrumenten vorexerzieren. Inmitten einer kalten und unwirtlichen Umgebung drischt der Fünfer auf die Felle, quält die Saiten und speit Aggressivität aus der Lunge, die gewisse Ähnlichkeiten zu den früheren Cannibal Corpse, Hate Eternal, Job For A Cowboy, Whitechapel oder den deutschen Jungspunden Anima aufweist. Der einzige Unterschied: Alle dieser genannten Bands (exklusive der amerikanischen Kannibalenleiche, die aufgrund ihres legendären Status eher gesondert davon betrachtet werden sollte) haben auf ihren Werken zumindest versucht Abwechslung in ihr Schaffen zu bringen.

Auf „The great depression“ ist Flucht aus der Monotonie bestenfalls mit der Lupe zu suchen und selbst wenn ein gelungener technischer Kniff, eingebettete Grind-Salven oder eine begrüßenswerte Tempo-Drosselung stattgefunden hat, rettet das den Longplayer noch lange nicht aus den Niederungen der stumpfen Todesblei-Wichserei. Mit einigen Ausnahmen (siehe Anspieltipps) spielen Trigger The Bloodshed nämlich ein und denselben Song immer und immer wieder, nur mit anderem Text. Das ist auf Dauer nicht nur stinklangweilig, sondern trotz der vorhandenen technischen Fingerfertigkeiten ziemlich ermüdend. Wird dem Pressezettel Glauben geschenkt, ist das hier „the future of death metal“. Hoffentlich nicht!

Anspieltipps:

  • Warbound
  • The Infliction Of Tophet
  • Contemporary Perception Narcotics

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