Cargo City - On.Off.On.Off. - Cover
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Cargo City On.Off.On.Off.


  • Label: Rebecca & Nathan/INTERGROOVE
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Hinter Cargo City verbirgt sich Songschreiber, Gitarrist und Sänger Simon Konrad, der letztes Jahr mit dem Album „How To Fake Like You Are Nice And Caring“ sein erstes musikalisches Lebenszeichen setzte. Für das neue Werk „On. Off. On. Off.“ schauten mehrere befreundete Musiker im Studio vorbei, um dem Album ein paar live eingespielte Instrumente zu gönnen. Zudem wurde die schon auf dem ersten Album fruchtbare Zusammenarbeit mit Ralf Hildenbeutel fortgesetzt.

Unkompliziert und doch recht detailverliebt kommen die Lieder daher. Die ruhige Atmosphäre zwischen Indie Pop und Folk wird umschmeichelt von elektronischen Elementen und Percussions, deren Sounds von Lied zu Lied variieren und das Album insgesamt sehr abwechslungsreich gestalten. Dabei stellt die Akustik-Gitarre meist das Grundgerüst dar, zu dem, oft auch erst nach einiger Zeit, weitere Bauelemente hinzukommen und sich haushoch vor dem Hörer aufbauen.

„Flowershops in Hospitals“ z.B. beginnt zunächst als Duett zwischen Konrad und Pianistin Nadine Renneisen, nur von der Gitarre begleitet, bekommt gegen Ende aber doch noch ein opulent ausgestattetes Klangewand aufgesetzt. Auch das folkige „Euphora/Nostalgia“ ist vielschichtig aufgebaut, gerade die Percussions wissen hier zu gefallen. Während bei „I Don’t Speak“ ein wenig „Hey There Delilah“ durchsickert, erinnert „I Lost My Head“ von der Klangfläche her sogar ein wenig an Radiohead. Mit „Repeat This Line“ befindet sich auch ein rein elektronisches Lied auf dem Album, allerdings eher Kategorie gewöhnungsbedürftig. Pflichtbewusstsein zeigen Cargo City hingegen mit der obligatorischen Klavier-Plätscher-Ballade „But Then Daryl Sings Again“. Ganz nett, mehr aber auch nicht.

Die englischen Texte handeln meist von persönlichen Gefühlen oder Situationen im Leben. „The world is too big and time is too short” erkennt Konrad richtig im angenehm melancholischen „Lately“. Liebhaber von akustischer Musik sollten sich aber trotzdem Zeit nehmen diese Platte zu hören und sich nicht abschrecken lassen durch die elektronischen Elemente, die sich gut in die angenehme Atmosphäre von „On. Off. On. Off.“ einfügen.

Anspieltipps:

  • Flowershops in Hospitals
  • Euphoria/Nostalgia
  • I Lost My Head Again
  • Lately…

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