The Casting Out - Go Crazy! Throw Fireworks! - Cover
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The Casting Out Go Crazy! Throw Fireworks!


  • Label: Revolver Distribution/SOULFOOD
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Im amerikanischen Delaware liegt die Asche der prägenden Post-Hardcore Band BoySetsFire, die spätestens mit dem 2000´er Album „After The Eulogy“ ihren Ruf als politisch engagierte, textlich herausragende und musikalisch kreative Hardcore/Punk-Formation mit den Melodien am richtigen Platz in Stein meißelte. Nach dem eher durchschnittlichen Longplayer „The Misery Index: Notes From The Plague Years“ (2006) und Abschiedstourneen war dann Schluss, doch musste auf den charakteristischen Gesang von Nathan Gray quasi keine Sekunde verzichtet werden, gründete er doch die Band The Casting Out, der kurze Zeit auch BoySetsFire-Gitarrist Joshua Latshaw angehörte. Die selbstbetitelte Debüt-EP eröffnete neben einer ganzen Reihe Konzerten unter dem Banner von The Casting Out den Reigen, der sich nun auf dem ersten Longplayer „Go Crazy! Throw Fireworks!“ fortsetzt. Melodischer, ja poppiger als BoySetsFire ist der Sound, doch nicht weniger mitreißend.

„Quixote´s Last Ride“ ist mit seinem kraftvollem Pop-Punk ein perfekter Einstieg, bei dem straight gerockt wird und die Breaks genau an den richtigen Stellen sitzen, um im nächsten Moment wieder zur Euphorie anzusetzen. Für diese ist die gesamte Instrumentierung und natürlich Nathans Gesang verantwortlich, der gefühlvoll wie dringlich zu begeistern weiß. Ob man nun Drums, Bass oder Gitarre nimmt: Da stimmt alles, ist durchdacht arrangiert, ohne nur einen Hauch Spaß zu verlieren. Dieser wird auch in „Don´t Forget To Breathe“ geboten. Pure Lebensfreude, die das Prädikat „Mund abwischen, weiter machen“ in sich trägt und Nathan mit den bezeichnenden Worten „I´m not angry anymore“ zitiert. Verglichen mit den anderen Songs ist „Don´t Forget To Breathe“ dennoch wütender.

Grundlegend kommt einem aber in den Sinn, dass auf „Go Crazy! Throw Fireworks!“ Frieden geschlossen wird, ein Stück weit mit der Welt und vielleicht ein Stück mehr mit sich selbst. Sonniger Punkrock, der die musikalische Erfahrung der Beteiligten nutzt und dabei abgeklärt schnittige Riffs, wuchtige Schlagzeug-Passagen und eben auch jede Menge Melodie sowie Hymne unterbringt. Dass sich Nathan Gray weitestgehend auf den klaren Gesang konzentriert, steht der Platte gut und rundet das Debüt authentisch ab. Obgleich hin und wieder Beliebigkeit in den Songs zu finden ist und mancher nicht so recht zünden mag, ist das Dargebotene Punkrock-Spitzenklasse und mit Songs wie der Halbballade „The Ebbing Of The Tide“, welche sich so wunderbar in der Intensität und Lautstärke steigert, gibt es genug Gründe, das Album wieder und wieder mit stimmungshebender Wirkung aufzulegen.

Anspieltipps:

  • Quixote´s Last Ride
  • Don't Forget To Breathe
  • The Ebbing Of The Tide
  • These Alterations

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