Patrick Watson - Wooden Arms - Cover
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Patrick Watson Wooden Arms


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine unglaubliche Klanglandschaft erwartet den Zuhörer. Gesang gerät bei diesem Album zur Nebensache, im Vordergrund stehen Rhythmus und Percussion und an vielen Stellen lädt es zum träumen ein.

Im Jahre 2006 veröffentlichte Patrick Watson sein Album „Close To Paradise“, das ihm internationale Anerkennung und in Kanada den Polaris Award einbrachte. Drei Jahre später bringt er mit „Wooden Arms“ ein Nachfolgewerk heraus, das alles andere als gewöhnlich ist. Es lässt sich sofort erahnen, von welchen anderen Künstlern Watson beeindruckt wurde. Ein bisschen Sigur Ros da und ein bisschen Björk hier. Eine unglaubliche Klanglandschaft erwartet den Zuhörer. Gesang gerät bei diesem Album zur Nebensache, im Vordergrund stehen Rhythmus und Percussion und an vielen Stellen lädt es zum träumen ein.

Nach einem ruhigen Start fällt „Beijing“ als erstes positiv auf. Ein schneller Takt wird auf dem Piano vorgegeben und dann schmücken viele weitere Instrumente das Stück farbenfroh aus. Wem dieser Song gefällt, dem sei auch das Album „Melankton“ von Kate Havnevik ans Herz gelegt. Nach „Beijing“ folgt der Titeltrack. Er beginnt sehr leise und erinnert später an eine Nacht in einer griechischen Taverne. Nicht nur an dieser Stelle kommt einem das Album an manchen Stellen so vor, als würde man eine Reise um die Welt machen.

Einer der stärkste Tracks ist „Big Bird In A Small Cage“. Er geht weit weg von der typischen Singer/Songwritter-Musik und bewegt sich in Richtung eines Country-Songs. Der Gesang rückt mehr in den Vordergrund und Patrick Watson bekommt weibliche Unterstützung, untermalt von einer eingängigen Melodie. Es ist der einzige Song, den man schon als Mainstream bezeichnen könnte. Stark ist auch der Schlusstrack „Machinery Of The Heavens“, in dem Watson am Ende etwas lauter wird.

„Wooden Arms“ lässt sich schon jetzt als eines der interessantesten Alben des Jahres bezeichnen. Mal ist es melodisch, mal erscheint es so, als würde nur Krach produziert worden sein („Down At The Beach“) und dann ist es wieder gefühlvoll. So ist es Watson gelungen, ein Album zu machen, das sich fernab von typischer Singer/Songwritter-Musik tummelt. Sicher nicht jedermanns Geschmack, aber für jeden, der einmal etwas außergewöhnlich Neues ausprobieren möchte, sehr zu empfehlen.

Anspieltipps:

  • Beijing
  • Big Bird In A Small Cage
  • Man Like You
  • Machinery Of The Heavens

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