Forest Fire - Survival - Cover
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Forest Fire Survival


  • Label: Neo/SonyBMG
  • Laufzeit: 27 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt eine Vielzahl mit feurigem Bandnamen gebrandmarkte Musikgruppen. Zu den bekanntesten zählen einige illustre Akustik-Kumpanen wie Arcade Fire, Fire In The Attic, Iron Fire, Friendly Fires oder auch die Urgesteine von Earth Wind & Fire. Das New Yorker Indie-Buschfeuer Forest Fire reiht sich mit seinem Debüt „Survival“ nun in jene namenslodernde Künstler-Reihe ein um mit dem darauf geb(r)annten Liedgut, so viele Ohren wie möglich zum glühen zu bringen.

Und auf ihrem enorm kurz ausgefallenen Erstling schlagen die Flammen an manchen Stellen auch durchaus in die Höhe. So wie auf dem mit karibischem Flair ausgestatteten Indie-Folk eines „I Make Windows“, dessen Spirit auch irgendwie an ein Win Butler’sches Spielhallen-Feuer erinnert und völlig entspannt die kommenden knapp 27 Minuten einleitet. Auch das etwas kauzige „Steer Me“ und der schräge Titeltrack überzeugen mit mannigfaltiger Instrumentierung (nach dem Motto „Rate-das-Musikinstrument“) sowie netten Melodien. „Sunshine City“ ist genau wie das zeitlupenartige aber dennoch nachhallig ins Ohr kriechende „Slow Motion“ zwar äußerst sparsam instrumentiert aber auch gleichzeitig herrlich anzuhören.

Dennoch können Forest Fire den Brand nicht dauerhaft mit genügend akustischem Sauerstoff anheizen. Einzig und allein Mark Threshers eingängiges Stimmorgan treibt das schlafmützige „Through My Gloves“ vor sich her, aber stimuliert diesen Song ebenso wie das unspektakuläe monotone „Fortune Teller“ zu keiner Zeit in Wallungszustände. Und wäre man eine Fledermaus bestünde bei „Echoes Coming“ sogar die unmittelbare Gefahr eines akut eintretenden Winterschlafs. „Los, raus aus den Puschen!“ denkt man sich hier, während man verzweifelt gegen das Herabsinken seiner Augenlieder ankämpft.

Forest Fire klingen auf „Survival“ so, als hätte man den Modest Mouse ihre Laptops geklaut und diese mit Akustikgitarren und diversen Holzinstrumentalien ersetzt. Ihr spärlicher aber teilweise dann auch außergewöhnlich guter Indie-Folk wird zwar hier und da von kurzen, musikalischen Einschläferungs-Attacken heimgesucht, aber weiß dennoch im Gesamtbild dieser Mini-Platte zu überzeugen.

Anspieltipps:

  • I Make Windows
  • Sunshine City
  • Steer Me
  • Slow Motion

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