Anti-Flag - The People Or The Gun - Cover
Große Ansicht

Anti-Flag The People Or The Gun


  • Label: Side One Dummy/CARGO
  • Laufzeit: 31 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
7.4/10 Leserwertung Stimme ab!


„The People Or The Gun“ ist kein Versuch sich neu zu entdecken, verschiedenste Musikstile zu vereinen oder mit akustischen Selbst-Erforschungen die Facetten der Band zu „ohrenbaren“.

„The People Or The Gun“ - macht Sinn! Die Pittsburgh-Punker haben zwar ihren Lieblings-Inspirator George W. verloren, dass aber noch genügend Baustellen im „Stars and Stripes Land“ zu bearbeiten sind, erläutern Anti-Flag hier ausführlich. Die Band kehrt auf ihrem siebten Album quasi zu ihren Wurzeln zurück und macht auf neuem Label eine quicklebendigere Figur als zuvor.

Anti-Flag präsentieren sich nämlich wieder hörbar rauer, wütender und härter als auf ihrem musikalisch eher experimentell geratenen und phlegmatischen Vorgänger „Bright Lights Of America“. Das beginnt schon auf dem Opener „Sodom, Gomorrah, Washington D.C.”, der mit einem Affenzahn aus den Boxen geprügelt wird. Auch der einminütige und wirbelsturmartige Platzregen „You’re Fired” oder das ebenfalls Breitseite verpassende „No War With Warriors” belegen, dass ehemalige Perkussions-Ausflüge nun endlich passé sind.

Hervorragend passt diesmal auch wieder die Balance zwischen punkigen Arschtritten und melodischen Singalongs, die ohne weiteres auch auf „The Terror State” ihren Platz gefunden hätten. Dem vorigen Major-Album völlig abgehende Songs wie „The Economy Is Suffering… Let It Die”, „The Old Guard” und „We Are One”, bei denen die Band hier schein- und hörbar den Spaß am Musikschaffen wiedergefunden hat. Anti-Flag besinnen sich auf alte Tugenden und überzeugen auch mit externen Gästen, wie auf der „Gre(A)t Depression” zusammen mit Tim McIllrath (Rise Against) und Greg Attonito (The Bouncing Souls).

„The People Or The Gun“ ist kein Versuch sich neu zu entdecken, verschiedenste Musikstile zu vereinen oder mit akustischen Selbst-Erforschungen die Facetten der Band zu „ohrenbaren“. Auch deshalb haben Anti-Flag wieder zu alter Punkstärke zurückgefunden. Trommelfellmassierender und wütender Polit-Punkrock, der in sein rohes musikalisches Korsett gepresst, für die Wiederentdeckung eines aggressiven und rotzigen Sounds gesorgt hat, den wir alle so vermisst haben.

Anspieltipps:

  • The Economy Is Suffering… Let It Die
  • The Gre(A)T Depression
  • When All The Lights Go Out
  • The Old Guard

Neue Kritiken im Genre „Punkrock“
Diskutiere über „Anti-Flag“
comments powered by Disqus