A.J. Croce - Cage Of Muses - Cover
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A.J. Croce Cage Of Muses


  • Label: Seedling Records
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Cage Of Muses” ist bereits das achte Studioalbum des Singer/Songwriters Adrian James „A.J.” Croce aus der Collegestadt Bryn Mawr im Bundesstaat Pennsylvania. Er debütierte im Jahr 1993 mit seinem selbstbetitelten, von T-Bone Burnett produzierten Erstling und zog sofort die Aufmerksamkeit diverser Genrekollegen auf sich, die den 37-Jährigen förderten wo sie nur konnten. Das große Publikum hat ihn dennoch bis dato nicht entdeckt.

Dabei erfüllt auch das neue Album alle Bestandteile eines amtlichen Singer/Songwriter-Albums erster Güte: A.J. Croce schreibt seine Songs allein, nur selten lässt er sich von Freunden helfen, wie z.B. bei „I’ve been changing“, das in Kooperation mit dem Singer/Songwriter-Kollegen Steve Poltz entstand, auf dessen aktuellen Alben „Traveling“ und „Unraveling“ (CD Nr. 2 ist nur online und auf Tour erhältlich) auch A.J. Croce mitspielt. Trotz Bandunterstützung genügt ihm eine Gitarre bzw. ein Klavier und eine überschaubare Produktion, um sich auszudrücken und natürlich ist Croces Lebensgeschichte von Ereignissen geprägt (früher Verlust des Vaters, vorübergehende Erblindung), die seinen Texten Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen.

Der Sound der in nur zwei Tagen im Dezember 2007 in den Studios der Dust Brothers eingespielten Songs ist angenehm erdig und warm. Die Aufnahmen fanden ohne großen Schnickschnack statt und wurden live auf Band gebracht. A.J. Croce bediente sich dabei eines leichten Country-Einschlags („You’ve said too much“), der sich dezent durch alle Songs zieht, wobei der 37-Jährige aber auch hier und da seine Verehrung für die Beatles („Coraline“), den frühen Elton John („I want it all“) sowie Simon & Garfunkel („Bury me standing“) durchscheinen lässt. Das ergibt ein stimmiges Gesamtbild von einem sehr gelungenen Singer/Songwriter-Album mit vielen kleinen Songperlen, von denen die Favoriten von Hördurchgang zu Hördurchgang wechseln. Das spricht für Abwechslung und ein füllmaterialfreies Hörvergnügen. Und ganz ehrlich, was will man mehr?

Anspieltipps:

  • Coraline
  • It’s gone
  • Now and then
  • I want it all
  • I’ve been changing

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