Constants - The Foundation, The Machine, The Ascension - Cover
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Constants The Foundation, The Machine, The Ascension


  • Label: Makemyday/ALIVE
  • Laufzeit: 58 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Es ist immer gefährlich, wenn man sich ISIS vergleicht. Oder wenn man zumindest mit ihnen verglichen wird. Ist das neuste Output der Altmeister auch nicht mehr der ganz große Meilenstein, ist der Name ISIS doch immer noch eine Marke im Genre der „Wall of Sound“. Die Bostoner Band Constants widmet sich aber dieser anspruchsvollen Sparte und stellt sich dem gehörigen Druck, dass man schnell sehr gleich oder sehr kopiert wirken kann, aber in welcher Musikrichtung ist das heute schon nicht mehr so?

Rob Motes (Schlagzeug), Orion Wainer (Bass) und Will Benoit (Gesang, Gitarre, Synthesizer) geben auch gleich Vollgas. „Genetics Like Chess Pieces“ ist geradezu eine Parallele zu ISIS und anderen Bands dieser Sparte. Das funktioniert ganz hervorragend und dass die Lieder vom gleichen Produzenten gemastert wurden, lässt sich von der ersten Sekunde nicht verneinen. Treibendes Schlagzeug, das den Grundrhythmus erhält. Gitarrenwände, die immer wieder abebben, um einzelnen Akkorden Platz zu machen, die den pompösen Stücken die nötige Zerbrechlichkeit schenken. Man merkt, dass die Band aus ihren vorigen EPs und dem Debüt gelernt haben, denn was hier aus den Boxen tönt, klingt richtig abgeklärt und routiniert.

Nur ist irgendwann der Wände und Wellen genug. Die Brecher, sowie auch die feineren Elemente, hören sich spätestens bei „The Nameless“ recht identisch an. Die Lieder in sich funktionieren noch sehr gut, doch es fällt manchmal schwer, die einzelnen Tracks auseinander zuhalten. Da wären wir doch bei einem der großen Probleme dieser Nische. Auch die Idee eine Krachballade zu schreiben, funktioniert nicht so wirklich, wie sich an „Eternal Reoccurance“ schnell erkennen lässt. Die Rettung erscheint dann in Form der Abraxas-Teile. Hier wird mal ein anderes Tempo vorgegeben und eine neue Stimmung erzeugt, ohne sich vom Rest des Albums zu distanzieren. Im zweiten Teil dieses Verbunds wird es sogar phasenweise poppig. Allerdings überwiegt der harte, raue Sound und die atmosphärischen Gitarren.

Zum Abschluss kommt noch eine herrlich Nichts sagende Interlude, die auch keinen Titel bekommen hat und ein weiterer starker Track mit „Passage“, der sich des höheren Tempos bedient, was der Musik der Ostküster die nötige Frische verleiht. Würde im Mittelteil des Albums nicht die gar zu gleiche Gleichheit herrschen, wäre diese Platte ein echter Geheimtipp. So ist es nur ein ambitioniertes Stück, dass seine Möglichkeiten nicht in vollem Umfang zu nutzen vermag.

Anspieltipps:

  • Genetics Like Chess Pieces
  • Abraxas Pt. 1
  • Passage

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