Faith No More - Very Best Definitive Ultimate Greatest Hits Collection - Cover
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Faith No More Very Best Definitive Ultimate Greatest Hits Collection


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 117 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Faith No More waren musikgeschichtlich gesehen zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben Crossover hoffähig gemacht.

Diese neuerliche „Greatest Hits“-Sammlung von Faith No More hat einen sehr erfreulichen Grund: 2009 verbreitete sich die sensationelle Nachricht, dass Faith No More sich wiedervereinigen. Das bedeutet erst einmal, dass sie Headliner bei sehr bekannten Festivals wie dem „Highfield“ sind und vielleicht gibt es zukünftig sogar ein neues Album. Im Vordergrund steht nach so vielen Jahren aber wohl eher die Tatsache wieder gemeinsam auf der Bühne zu stehen, als großartig in die Zukunft zu blicken.

Alle Bandmitglieder haben eigene musikalische Projekte am Start, Sänger Mike Patton besitzt sogar eine eigene Plattenfirma und Billy Gould arbeitet als Produzent, um nur einige Aktivitäten der Amerikaner zu nennen. Es geht 18 Songs lang quer durch den reichhaltigen musikalischen Katalog der Band, die das Genre Crossover quasi erfunden hat. Funk, Metal, Rock, Punk und Rap kreuzten die Musiker von Faith No More ohne Hemmungen und nach der Verpflichtung von Sänger Mike Patton im Jahre 1988 gab es diese unverwechselbare Stimme, die von Schreien über Rap bis zu herrlich abgrundtiefem Gesang alles bot, was ein Leadsänger mitbringen musste.

Die Bonus-CD enthält als Neuheiten nur „New Improved Song“ und „Sweet Emotion“, die nicht mehr erhältlich waren, da sie als Musikmagazinbeilage fungierten. Die restlichen acht Songs sind B-Seiten bereits erschienener Singles. Welchen Grund hat man also diese Zusammenstellung zu kaufen? Wer Faith No More tatsächlich nicht kennt, sollte auf jeden Fall zugreifen, denn es ist erstaunlich, wie aufregend und abwechslungsreich diese Genremixtur klingt. Wer allerdings nur den größten Hit „Easy“ kennt, die Coverversion des The-Commodores-Klassikers, die so viel besser als das Original ist, darf nicht glauben, dass dieser Track die Musikrichtung von Faith No More darstellt. Im Gegenteil, es wird größtenteils schwer gerockt und erst ab 1995 ist bei den Songs festzustellen, dass es auch weniger heftig und mit noch mehr Black-Music-Anteil geht.

Faith No More waren musikgeschichtlich gesehen zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben Crossover hoffähig gemacht. Die Fans besitzen sowieso alles von ihren Helden und daher bleibt nur die kleine Hoffnung, das vielleicht doch noch etwas neues von Faith No More veröffentlicht wird bevor noch eine „Best of“ von denen es schon reichlich gab, erscheint. Die musikalische Qualität ist sicher vorhanden, aber jetzt ist der Bedarf an derartigen Compilations wirklich gedeckt.

Anspieltipps:

  • Evidence
  • Ashes To Ashes
  • Easy

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