David Archuleta - David Archuleta - Cover
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David Archuleta David Archuleta


  • Label: Jive/SonyBMG
  • Laufzeit: 44 Minuten
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3.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

David Archuleta ist noch keine 20 Jahre alt und kann schon auf eine musikalische Karriere zurückblicken, die durchaus beachtlich ist. Bereits im zarten Alter von 10 Jahren gewann er die Kindervariante der „Utah Talent Competition“, durch welche er zu anderen Auftritten im Fernsehen gelangte. Mit 12 wurde er „Junior Vocal Champion“ bei „Star Search 2“ und war mit 16 Jahren einer der jüngsten Finalisten bei der siebten Staffel von „American Idol“, wo er mit 44% der Stimmen nur knapp unterlag und Platz 2 belegte. Sein erstes Album ging Ende 2008 direkt auf Platz 2 in den amerikanischen Albumcharts und verkaufte da mal eben bis heute knapp 700.000 Kopien.

Nun ist das ja alles nicht wirklich außergewöhnlich. Zumindest nicht, dass ein Finalist einer solch populären Castingshow eine erfolgreiche Single und ein dazugehörendes Album auf den Markt wirft, um anschließend nicht selten auch schnell wieder in der Versenkung zu verschwinden. Wobei das eher (mit Ausnahmen) auf die Gewinner/Finalisten von „Deutschland sucht den Superstar“ zutrifft. Da haben es die Kandidaten der US-Variante oftmals einfacher und auch eine international erfolgreiche Karriere ist dort wesentlich eher im Bereich des Möglichen (bestes Beispiel dafür ist Kelly Clarkson)

Sein nach sich selbst benanntes Debütalbum dürfte es allerdings schwer haben den aus Miami stammenden Archuleta über die amerikanischen Grenzen hinaus auch nur annähernd so erfolgreich werden zu lassen, wie die oben genannte Gewinnerin der ersten amerikanischen Staffel von „American Idol“.

Der Opener „Crush“, welcher aufgrund des damals noch frischen Hypes zum riesen Hit in den Staaten mutierte, ist eine einfach gestrickte Pop-Nummer ohne einen Hauch Tiefgang und obendrein durch die vielen „eyiieyiieyieyy’s“ im Refrain nichts für Menschen mit angekratztem Nervenkostüm. Das Prinzip der aalglatten Popnummern mit mal etwas mehr und mal etwas weniger Gefühl zieht sich dann konsequent durch die gesamte Platte hindurch. Ein Blick auf die 12 Songtitel verrät schnell, dass die lyrischen Ergüsse auch aus Dieter Bohlens Feder stammen könnten. Nahezu jeder Song ist mit akustischern Gitarren versehen, mal darf das Orchester im Hintergrund werkeln und hier und da sind Elemente der latein-amerikanischen Musik (Archuletas Mutter stammt aus Honduras) zu hören, aber das alles ist auch nach mehrmaligem Versuchen sich das Album schön zu hören nicht gerade spannend.

Einzig das Duett mit Kara DioGuardi (US-amerikanische Songwriterin und Produzentin) „To be with you“ ist, obwohl man auch selbst beim alleinigen Hören des Songs knöcheltief im Kitsch steht, halbwegs hörenswert und zeigt trotz all der maximal durchschnittlichen Songs, dass David Archuleta stimmlich ohne weiteres in der Lage ist zu überzeugen und auch wenn sich abschließend beim Robbie Williams Cover „Angels“ dann wieder ein paar Nackenhaare nach oben stellen, so möchte man Archuleta dennoch keinesfalls die Musikalität absprechen, aber darauf hinweisen, dass diese alleine kaum ausreicht, wenn die Songs derart austauschbar sind.

Anspieltipps:

  • To be with you

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