Moonstone Project - Rebel On The Run - Cover
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Moonstone Project Rebel On The Run


  • Label: Blistering Records/EDEL
  • Laufzeit: 52 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Keyboard. Eine Erfindung, die bis heute so manchen Musikern erstaunen und frohlocken lässt. Da entstehen die verrücktesten Klänge, die von Orgel und Piano bis hin zu nasal quietschenden Sounds reichen. Gerade letztere begeistern irgendwie recht viele Musiker. Dabei hören sich diese Geräusche oft an, als wäre jemand zu faul eben diese Klänge auf einer Gitarre ordentlich runterzuspielen. Wo liegt der Reiz dieses elektronischen Hilfsmittels? Vielleicht können Alessandro Del Vecchio und Ken Hensley uns mehr dazu sagen, denn diese beiden Herren sind für die plastischen Hintergründe der weit ausschweifenden Rocknummern des „Moonstone Project“ zuständig. Man mache sich also gefasst, für eine knappe Stunde feinen Gitarrenrock, untermalt von verschiedenen Einflüssen.

So wird in bester Hardrock-Manier die weite Musiklandschaft abgegrast. Zu Beginn wird sich noch ziemlich brav auf straighten Rock reduziert und nur die musikalisch fragwürdigen Elektrosounds quietschen fröhlich durch einige Passagen des Songs. In „Moonster Booster“ stellen sich dann zum bekannten Stil noch funkige Gitarrenriffs ein und durch diese Ode an die vergangenen Jahrzehnte wirken die Synthesizer auch weniger fremd. Anschließend wird es richtig psychedelisch mit „Cosmic Blues“ und „From Another Time“ gibt sich südländisch, aber das Moonstone Projekt kommt ja nicht von ungefähr aus Südeuropa. Das macht richtig Spaß, allein aus Gründen der Vielfältigkeit. Warum ausgerechnet der Titeltrack sich wieder voll und ganz den Keyboards hingeben muss, bleibt deswegen ein Rätsel. Die Überlänge macht es nicht unbedingt besser.

Es geht auch richtig ruhig, wie dann in „Closer Than You Think” bewiesen wird. Eine schnulzige Ballade, dich sich gegen Ende auch kaum noch ernst nehmen lässt. Da dankt man artig, wenn wieder Hard Rock der Neunziger Jahre einher zieht und dieser mit verrückten Riffs („Shooting Star“) garniert und verfeinert wird. In „Madman“ wird sich leider kurzzeitig wieder in Orgelsounds verloren, bevor „Halfway To Heaven“ noch ein letztes Mal richtig guten Gitarrenrock bietet, der Problemlos als Sing-A-Long aus dem letzten Jahrzehnt durchgeht. Dieses Stücke der Marke „Kann man immer wieder hören“ machen aus „Rebel On The Run“ doch noch ein gelungenes Projekt, das man sich als Fan des Hard Rock ruhig zu Gemüte führen sollte.

Anspieltipps:

  • Halfway To Heaven
  • From Antoher Time
  • Cosmic Blues

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