Darkness Dynamite - The Astonishing Fury Of Mankind - Cover
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Darkness Dynamite The Astonishing Fury Of Mankind


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 38 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Junior Rodriguez (Gesang), Zack (Gitarre), Nelson (Gitarre), Chris (Bass) und Julien (Schlagzeug) schlagen dem Schubladendenken ein Schnippchen und bringen auf ihrem ersten Longplayer „The astonishing fury of mankind“ nach der EP „Through the ashes of the wolves“ (01/2007) so ziemlich alle Metal-Stile unter, die auch nur halbwegs zusammen passen. Der Hörer wird dementsprechend mit harten Brachial-Einlagen, thrashigen Riffs, kompromissloser Felldrescherei und unvorhergesehen Haken verköstigt, solange sich dieser auch aus dem Wirrwarr heraussieht und den roten Faden entdecken kann, den Darkness Dynamite stets gut versteckt halten.

Oftmals sind die Anhaltspunkte allerdings dermaßen unkenntlich verborgen, dass ein Songgerüst rein gar nicht zündet oder die heftigen, metallischen Eruptionen ziellos gegen die Wand brettern. Dabei machen die fünf Herrschaften im Opener „Supernatural“ klar, dass sie hoch hinaus wollen und jagen treibendes Riffing, präzise Drumfills, kratzige Shouts und markige Growls durch den Äther und knallen darüber hinaus noch schnell eine derbe Deathgrind-Breitseite im Finish aus den Boxen. Für ungezügelten Spaß der unkonventionellen Sorte ist es damit aber noch nicht getan, da die Truppe die einzelnen Bausteine mehr oder weniger von anderen Bands übernommen, aus deren Zusammenhang gerissen und in ein eigenes Konstrukt eingespannt hat. „Das hab ich doch schon mal gehört“-Erlebnisse sind daher vorprogrammiert.

Nichtsdestotrotz bleibt „The astonishing fury of mankind“ ein interessantes Album, das aber eben alles andere als perfekt ist. In „15$“ nimmt der Fünfer z.B. beispiellos an Tempo auf und bei „Immersion inner-nation“ versetzen wuchtige Blastbeats jeden nach brechenden Knochen geifernden Metalcore- oder Todesblei-Jünger in Ekstase, doch allein der Titeltrack beweist, dass die Jungs noch am Anfang ihrer Karriere stehen und ein solch langatmiger wie unschlüssiger Aufbau in Zukunft hoffentlich Schnee von gestern ist. Bis dahin kann man ja schon mal die einzelnen Stile und Subgenres zählen, die „The astonishing fury of mankind“ zu bieten hat. Und das sind immerhin eine ganze Menge!

Anspieltipps:

  • 15$
  • By My Own
  • Hell Eve Hate
  • Immersion Inner-Nation

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