Psychopunch - Death By Misadventure - Cover
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Psychopunch Death By Misadventure


  • Label: Silverdust/SOULFOOD
  • Laufzeit: 53 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Elf Jahre gibt es Psychopunch jetzt schon und mit dem achten Punkrock-Inferno „Death by misadventure“ sind sie kein bisschen leiser geworden. Wie schon auf dem Vorgänger „Moonlight city“ (01/2008) präsentieren die vier Schweden JM (Gesang, Gitarre), Joey (Gitarre), Lindell (Bass) und Jocke (Schlagzeug, Perkussion) energiegeladenen Punk und befeuern diesen mit einem ordentlichen Quäntchen Rockpower ohne auf ausreichend Melodien und Mitsingrefrains zu vergessen.

Obwohl das Tempo hoch gehalten wird und die Truppe sowohl musikalisch als auch songtechnisch eine Einheit bildet, wird man dieses Mal das Gefühl nicht los, mehrere Songs doppelt zu hören, was unter anderem an der lautstarken Abmischung liegt, die gut und gerne ein wenig Finetuning vertragen könnte. In dieser Form rocken die Gitarren zwar anständig und in jeder Sekunde spürt man wie der Vierer Schweiß und Blut in seine (für das Genre mit einer durchschnittlichen Dauer von 4½ Minuten recht langen) Kompositionen einfließen hat lassen, aber letztendlich fehlen in diesem Sturm- und Drangszenario nach und nach die Zufluchtspunkte, welche dringend nötig gewesen wären, damit „Death by misadventure“ ohne mit der Wimper zu zucken am Stück gehört werden kann.

„The wall falls down“ und „Before the world goes down“ stechen mit ruhigem Unterbau aus dem kratzigen Punkrock-Korsett heraus, jedoch erliegt ersterer der Langeweile und letzterer verkommt zu einer weich gekochten Stadionhymne mit Schunkelattitüde. Freunde rotziger Rock-Unterhaltung, die sich rein gar nichts schenken und einfach nur in Gitarrenriffs und -wänden baden wollen, die von geradeaus knallendem Punk an der Hand genommen werden, dürften hier glücklich werden, für etwas höher gesteckte Ziele müssen 2009 allerdings andere Bands herhalten.

Anspieltipps:

  • Lost Highway
  • Under The Influence
  • All Through The Night

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