Crush Zac Begg And A Friend - The Younger Tapes - Cover
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Crush Zac Begg And A Friend The Younger Tapes


  • Label: A-Minor Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Crush Zac Begg And A Friend – oder die Band, die es eigentlich nicht gibt. Denn das Debütalbum „Cemetery Junction“ (06/2008) der Herren erschien erst Jahre nach der Fertigstellung und nur auf Betreiben des Produzenten Michael Voss, da sich die Band nach den Aufnahmen zerstritt und auseinanderbrach. Voss wollte das Werk dennoch als Andenken an eine großartige Zeit auf den Mark bringen und löste damit gleichzeitig die Reunion der norwegisch-englisch-schweizerisch-deutschen Formation aus.

Im erweiterten Line-Up – Kai Noll (Gesang), The Crush (Gesang, Percussion), Tommy Zac (Gitarre), T.H. Begg (Gitarre), David Younger (Bass), Gereon Homann (Drums) – melden sich Crush Zac Begg And A Friend nun mit ihrem zweiten Studioalbum zurück. Diesmal haben sich die Bandmitglieder nach den Aufnahmen nicht verkracht und sogar eine Tour angekündigt. Produziert hat erneut Michael Voss (Casanova, Demon Drive, Silver, Bonfire, Mad Max) in den Münsteraner Kidroom-Studios und der Großteil der Tracks stammt wieder vom Songwriting-Duo The Crush und Tommy Zac.

„The Younger Tapes“ bietet zwölfmal zünftigen Rock’n’Roll mit Einflüssen aus Punk („My mean queen“), BritPop/Rock („I egocentric“) und folkigen Elementen („Universe of love“), die von den Musikern zu einer leichtverdaulichen, aber wenig originellen Mischung zusammengerührt wurden. Darunter befinden sich Kuriositäten wie eine Ode an das liebste Kind des Mannes, das Auto („BMW“) und eine eher schlicht getextete Warnung an die Menschheit vor dem großen Knall („The day without yesterday“). All das wirkt irgendwie niedlich, selbst wenn Crush Zac Begg And A Friend mal versuchen, so etwas wie eine Hymne zu schreiben („The reason why“), ganz zu schweigen von dem CD-Aufdruck „produced to be played at maximum volume“, der nur ein höhnischen Grinsen auslöst, anstatt befolgt zu werden.

Mit „The Younger Tapes“ können sich Crush Zac Begg And A Friend (noch) nicht für die Profiliga qualifizieren. Dazu fehlt es dem Album an zu vielen Stellen am nötigen Etwas. Wäre die Beurteilung „ganz nett“ in den Köpfen vieler nicht gleichbedeutend mit „ganz schön scheiße“, würde sich das Zweitwerk der Multikulti-Gruppe diese Auszeichnung durchaus verdienen. Aber so nennen wir das Kind halt einfach „durchschnittlich“.

Anspieltipps:

  • Shelter
  • Jack’n’Josie
  • The reason why
  • My mean queen

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