The Bosshoss - Do Or Die - Cover
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The Bosshoss Do Or Die


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Siegeszug der Countryrocker geht also weiter und auch wenn einige Songs Ähnlichkeiten aufweisen oder einfach nur teilweise durchschnittlich klingen.

Die Countryrocker The BossHoss haben in vier Jahren nun schon Album Nummer vier am Start, das nennt man wohl ein gutes Arbeitstempo. Mit jeder CD werden die Country-Coverversionen reduziert, die The BossHoss berühmt gemacht haben. Bei diesen neuen vierzehn Tracks stammen nur drei nicht von Mastermind Hoss Power. Das musikalische Konzept, welches aus zwei Sängern, die sich während eines Songs meist abwechseln oder harmonisch zusammen singen und ihrer Country-Rock-Punk-Mischung besteht, lässt die Berliner Band immer erfolgreicher werden. Warum aber mit „Last Day“ eigentlich einer der schwächsten Songs als erste Single fungiert, bleibt unverständlich. Vier Minuten werden da viel zu lang: die Musiker rocken recht melodiefrei drauflos und haben eigentlich nur einen guten Refrain zu bieten. Da gibt es besseres wie die sanften „Break Free“ oder „Crazy about Mary“, die wohl für das Lagerfeuer gemacht sind. „Rock on Rock“, welches zu den vielen hier zu hörenden Rocknummern zählt, die geradlinig mit dem bestimmten Countrytouch gekonnt auf den Punkt kommen, gehört eindeutig zum überdurchschnittlichen Teil der Songs dieser CD.

Mit „Wolf Call“, den früher Elvis Presley gesungen hat, bearbeitet die Berliner Combo einen eher unbekannten Track, der aber mit abwechslungsreicher Melodieführung und guter Neuinterpretation im „BossHoss-Style“ punktet. Der Schlußtrack „Crazy About Mary“ zeigt, dass neben der unüberhörbaren Spielfreude auf ihren Westerninstrumenten auch diesmal die gefühlvollen Momente nicht zu kurz kommen, die trotzdem den gewohnten Unterhaltungswert besitzen. Die Limited Edition beinhaltet noch eine Live-DVD vom Hamburg-Konzert, das 2008 die zahlreichen Fans begeisterte. Live kommen die Rockfähigkeiten noch besser zur Geltung, nur ist es ein wenig verwunderlich, dass von den 12 Live-Songs sechs Coverversionen dabei sind, da müssten The BossHoss doch mehr Vertrauen in das eigene Material haben.

Der Siegeszug der Countryrocker geht also weiter und auch wenn einige Songs Ähnlichkeiten aufweisen oder einfach nur teilweise durchschnittlich klingen, darf The BossHoss ihre Daseinsberechtigung nicht abgesprochen werden, sie begeistern mit stimmungsbringender Musik, die einfach Spaß macht, ohne allzu bleibende Wirkung zu hinterlassen.

Anspieltipps:

  • Rock On Rock
  • Crazy About Mary

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