The Lemonheads - Varshons - Cover
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The Lemonheads Varshons


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit Ewigkeiten angekündigt, ist es nun etwas plötzlich und überraschend auf dem Markt: Das zweite Album der Lemonheads nach ihrem selbstbetitelten 2006er Comeback. „Varshons“ heißt das gute Stück, mit dem sich Mastermind Evan Dando (42) einen langgehegten Traum erfüllt: Er cover sich quer durch den stilistischen Garten von Punk bis Pop, lässt sich dabei von Top-Models (Kate Moss) und Schauspielerinnen (Liv Tyler) begleiten und von Szene-Kultfigur Gibby Haynes (Butthole Surfers) produzieren.

Wie das alles zusammenpasst? Reichlich gut! Denn Dando und Co. reduzieren sämtliche Stücke auf ein lässiges College/Folk/Rock-Gewand, mit dem die Lemonheads schon in der Vergangenheit Hits wie „Luka“ (Suzanne Vega) und natürlich „Mrs. Robinson“ (Simon & Garfunkel) zustande brachten. Nun gibt es also eine geballte Ladung fremder Songs im Lemonheads-Stil – und alle bekamen sie die herrlich-verpennte Nuschel-Mütze Evan Dandos übergestülpt. Als da wären: Gram Parsons wunderbares „I just can’t take it anymore”, Songs der ebenso großartigen Songwriter Leonard Cohen („Hey, that’s no way to say goodbye”) und Townes Van Zandt („Waiting around to die”) sowie das kultverdächtige „Layin’ up with Linda” des 1993 an einer Überdosis Heroin verstorbenen Punkrockers Kevin „GG” Allin.

Zu den ungewöhnlichsten Interpretationen zählen „Dirty robot – feat. Kate Moss“ des holländischen Electro-House-Duos Arling & Cameron sowie Linda Perrys „Beautiful“ aus dem Fundus von Popstar Christina Aguilera. Dazu kommen die direkt aus den 60ern importierten Flower-Power-Songs „Yesterlove“ und „Dandelion seeds“ sowie das düstere „New Mexico“ von den texanischen Punkrockern namens Fuckemos. Das hat Charme und macht Spaß. Denn Evan Dando drückt den Songs seinen Stempel auf, ohne sie zu vergewaltigen oder kaputt zu machen. Leider dauert das Ganze nur 33 Minuten. Noch mal zwei Minuten weniger als beim Vorgängeralbum. Ein Trend, der sich – im Gegensatz zur gelungenen Musik – nicht fortsetzen sollte.

Anspieltipps:

  • New Mexico
  • The green fuz
  • Dandelion seeds
  • Layin’ up with Linda
  • Hey, that’s no way to say goodbye

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