Daniel Merriweather - Love & War - Cover
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Daniel Merriweather Love & War


  • Label: Arista/SonyBMG
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

2007 regierten die deutschen Musik-Charts Dieter Bohlen, DJ Ötzi und Nelly Furtado. Da war es Zeit für den Briten Mark Ronson den australischen Sänger und Komponisten Daniel Merriweather einzuladen, den „The Smiths“-Klassiker „Stop me“ neu aufzulegen und frischen musikalischen Wind in die Charts zu blasen.. Die gute alte 60er und 70er Jahre Motown-Zeit ließ Ronson wieder auferstehen und die dann zusätzlich begonnene Zusammenarbeit mit Sängerin Amy Winehouse marschierte in die gleiche musikalische und kommerziell sehr erfolgreiche Richtung. Nachdem das Debütalbum von Daniel Merriweather 2006 niemand veröffentlichen wollte, konnte er sich nun glücklich schätzen, dass Produzent Ronson ihn musikalisch unterstützte und sein neues Werk auf seinem Label Allido Records nun erscheinen ließ.

Die Musik orientiert sich weiter an R&B, Soul und Pop, dabei überzeugt Merriweather mit einer sehr variablen und ausdrucksstarken Stimme, die dem Großteil der Songs sehr gut steht. Es regiert dabei ein meist sanfte Grundstimmung und nur ab und an wird es etwas schwungvoller. Die erste Singleauskopplung „Change“ setzt auf das bewährte Konzept „guter Soul-R&B-Sänger trifft guten Rapper“ und ist aufgrund der Hitqualitäten sicher klug gewählt. Der Labelkollege Wale sorgt für einen hörbaren Kontrast zur deutlich höheren Stimmlage Merriweathers. Ein wenig schwankt der Gesang Merriweathers zwischen James Morrison und Justin Timberlake, was belegt wie schwer die Beschreibung einer Stimmfarbe manchmal sein kann. Sein gesangliches Potential drücken am besten „Red“, eine waschechte gefühlvolle Ballade und der Schlusstrack „Giving Everything Away For Free“ aus, der langsam beginnt, um sich dann tempo -und ausdrucksmäßig zu steigern. Das Duett mit Newcomerin Adele, die eine ähnlich raue Stimmlage wie Amy Winehouse ihr Eigen nennt, gefällt mit starken Stimmen und gefühlvoller Interpretation beider Protagonisten ebenso.

Es zündet nicht jeder Song sofort und immer, aber die stimmliche Vielfalt und die entspannende Musik überzeugen durchaus, für einen richtigen Erstling - die nicht veröffentlichte CD kann man ja nicht zählen- ist das schon recht viel versprechend. Das vorhandene musikalische Potential von Daniel Merriweather darf also von Mark Ronson weiter gefördert werden.

Anspieltipps:

  • Change
  • Red
  • Water and a Flame feat. Adele
  • Giving Everything Away For Free

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