The Blackout - The Best In Town - Cover
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The Blackout The Best In Town


  • Label: Epitaph/SPV
  • Laufzeit: 34 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein guter Output, der sich allerdings in seiner eigenen Inkonsequenz verfängt und aufgrund des unklaren Statements nicht weit über das Mittelmaß hinausschießt.

Einen großen Namen macht man sich heute auch schon mal richtig schnell. The Blackout durften sich bereits nach ihrem Debüt über ausverkaufte Hallen freuen. Der Vergleich mit Bullet For My Valentine hat die Massen gelockt und enttäuscht wurden sie ja dann auch nicht. Es wurde in lautesten Tönen gebrettert und dagegen standen beinahe poppige Refrains, die aus dem Shouter ganz schnell einen Sänger machten. Jetzt kommt nach einem Labelwechsel also das nächste Output der Briten und aus dem Hardcore soll plötzlich Punk geworden sein. Wie geht das denn? Warum das denn?

Künstlerische Freiheit heißt nun mal Musik so zu machen, wie man sie eben machen möchte. Zwar lässt „Shut The Fuck Uppercut“ noch nichts vom kleinen Stilwandel erkennen, aber das kommt noch früh genug. Voller Vorfreude und in Unwissenheit der anderen Songs gegenüber. Knallt es gewaltig, wenn der Opener aus den Boxen knallt. Warum also Punkrock. Nun ja, auch wenn bei so ziemlich jeder Nummer die Hardcore-Wurzeln hervorragen, bestimmen das Gesamtbild nun Lieder wie „Save Our Selves (The Warning)“ oder „Children Of The Night“. Das ist harter Punkrock, der sich gewaschen hat. Wo Blink und andere Konsorten ihren Biss verloren haben, treffen „The Blackout“ dank ihrer Hardcore-Ursprünge ins Schwarze.

So rockt man sich von Lied zu Lied, und die teilweise krankhaften Lautstärke- und Melodiksprünge erinnern wirklich an das Vorbild „Bullet For My Valentine“. Natürlich verweigern sich die Engländer nicht der peinlichen Ballade „Silent When We Speak“, die mal so gar nicht passen und gut klingen will. Das ist jetzt der zahnlose Rock, der eben noch hinter sich gelassen wurde. Auch die anschließenden Tracks verlieren sich sehr im poppigen Punkrock und strotzen nicht mehr vor Kraft. Das wird jetzt zu Durchschnittsware, die die Charts und Teenieherzen erobert. Musikalisch ist das allerdings gähnende Langeweile. Das Finale „We’re Going To Hell… So Bring The Sunblock“ erinnert sich wieder der so viel versprechenden Anfänge dieses Albums und überzeugt mit Kraft und Melodik zugleich. So bleibt ein guter Output, der sich allerdings in seiner eigenen Inkonsequenz verfängt und aufgrund des unklaren Statements nicht weit über das Mittelmaß hinausschießt.

Anspieltipps:

  • Shut The Fuck Uppercut
  • Children Of The Night
  • This Is Why We Can’t Have Nice Things

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