Street Sweeper Social Club - Street Sweeper Social Club - Cover
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Street Sweeper Social Club Street Sweeper Social Club


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 39 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Jetzt hat es also doch noch geklappt mit einem Album der Tom Morello/Raymond „Boots“ Riley-Kooperation Street Sweeper Social Club, an dem der Ex-Audioslave-Gitarrist und der The-Coup-Rapper nun schon seit vier Jahren herummachen. Der gute Herr Morello bekommt seinen Hals aber auch nicht voll! Kaum wurden Audioslave auf Eis gelegt, gab es eine Live-Reunion von Rage Against The Machine, dann hat er mit The Nightwatchman ein Soloprojekt am Start und mit Axis Of Justice ganz nebenbei eine gemeinnützige Organisation zu betreuen.

Es gibt Leute, die sich bei so einer Vielzahl unterschiedlicher Projekte böse verzetteln. Nicht aber Tom Morello (45), der es neben all seinen Verpflichtungen auch mit Street Sweeper Social Club (neben Morello und Riley gehört auch Drummer Stanton Moore dazu) schafft, ein mehr als anständiges Album auf die Beine zu stellen. Das ist gewiss nicht selbstverständlich, beachtet man zusätzlich, dass auf dem Debütwerk in guter alter Manier Rap und Hardrock kombiniert werden, was anno 2009 sicher nicht mehr in die Abteilung „total angesagt“ gehört. Das schert das Trio allerdings gar nicht!

Basierend auf Tom Morellos unverkennbaren Heavy-Funk-Metal-Riffs und Boots Rileys scharfzüngigen Polit-Raps, rührt der Street Sweeper Social Club eine feurige Raprock-Mischung an, die das zum Schluss arg verkrampfte letzte Audioslave-Zucken mit Chris Cornell vergessen macht und deutlich näher am RATM-Sound mit Kultsänger Zack De La Rochas ist. Zwar fehlt es dem Street Sweeper Social Club vergleichsweise etwas an Härte, was aber durch mehr Groove und Rhythmus ausgeglichen wird.

In diesem Zusammenhang muss das Schlagzeugspiel von Stanton Moore herausgehoben werden! Moore, der eigentlich im Jazz zuhause ist, aber auch schon bei der Metalband Corrosion Of Conformity ausgeholfen hat, liefert eine ebenso wuchtige wie technisch versierte Vorstellung ab, die zusammen mit Morellos breitbeinigem Dicke-Hose-Riffing voll aufgeht. Denn auch ohne das genial-radikale Element von De La Rocha und den Kollegen von Rage Against The Machine, produziert das Trio herausragende Songs wie „Fight! Smash! Win!”, „The squeeze“, „The oath” oder „Megablast”, mit denen die Vorfreude auf eine eventuelle RATM-Reunion befeuert werden kann.

Anspieltipps:

  • The oath
  • Megablast
  • Promenade
  • The squeeze
  • Fight! Smash! Win!

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