Nim Vind - The Stillness Illness - Cover
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Nim Vind The Stillness Illness


  • Label: Silverdust/SOULFOOD
  • Laufzeit: 48 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

„Listen very loud“ heißt es auf dem Cover zu Nim Vinds Zweiter und wie sich (wahrscheinlich) ein jeder denken kann, sind derartige Anweisungen meist ein Zugeständnis an die eigene Unfähigkeit das eigene Material so zu konzipieren, dass es zu jeder Tageszeit und in jedweder Umgebung die richtige Stimmung offeriert. „The stillness illness“ macht da logischerweise keine Ausnahme. Trotz zweckmäßiger Produktion und einigen packenden Songs will sich einfach kein Gefühl der Zufriedenheit einstellen, so sehr auch die zweite Anweisung auf dem Backcover („Dress up in black, turn it up loud and sing along“) befolgt wird.

Aus dem von vielen milde belächelten Horrorpunk-Genre stammend hat das Brüdertrio Chris (Gesang, Gitarre), Robbie (Bass) und Anthony Kirkham (Schlagzeug) eine nette, aber stellenweise durchwachsene Scheibe vorgelegt, die nie wirklich loszulegen scheint, obwohl es immer wieder für kurze Zeit den Anschein hat. So sind die recht limitierten Punkrocker „Killing saturday night“, „Character assassination“, „Hadron collider“ und „The 21st century“, die meist Repetition als Stilmittel auserkoren haben und durch Lala-Symbolik unnötig aufgeweicht werden, ein mehr schlechter als rechter Einstieg in den Nachfolger zum Debüt „Fashion of fear“ (05/2005), sodass erst „Jackknife“ und „Suicide pact“ mit wehmütigen Einschlag bzw. fetziger Herangehensweise die Kohlen aus dem Feuer holen und eine überzeugende Sohle aufs Rockparkett legen.

Anschließend jammert Hauptinitiator Chris etwas vom „Radio-active man“ und liefert eine mehr als schmalzige Softrock-Ballade ab, die trotz der ernsten Thematik zum Wegschalten ist, während „Revenge“ und „Blood clots“ dem Durchschnitt frönen und auch der Rest mit Ausnahme von „The message“, das einen wirklich guten Spannungsbogen aufzuweisen hat und endlich das vorhandene Melodieverständnis des Acts richtig zum Ausdruck bringt, genau so klingt als hätte man ihn schon gefühlte 5389. Mal davor gehört. Mit dieser unentschlossenen Songkollektion landen Nim Vind keine total vergessenswerte Platte ab, etwas mehr Konsequenz wäre allerdings nicht schlecht gewesen um „The stillness illness“ zu einem interessanteren und weniger kurzweiligen Zeitgenossen zu machen.

Anspieltipps:

  • Revenge
  • Jackknife
  • Suicide Pact
  • The Message

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