Goatwhore - Carving Out The Eyes Of God - Cover
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Goatwhore Carving Out The Eyes Of God


  • Label: Metal Blade/SPV
  • Laufzeit: 41 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Gratulation! Endlich zäumt die Ziegenhure die amerikanischen Billboard Charts von hinten auf! Doch nicht nur Platz 190 für „Carving out the eyes of god“, Goatwhores vierte, eingeschwärzte Todesblei-Scheibe mit Punk-Attitüde, sorgt für Jubel, auch das stimmigste und allgemein arschtretendste Album in der Geschichte der aus New Orleans stammenden Truppe verleitet zu freudigen Exklamationen. Dabei ändern Ben Falgoust (Gesang), Sammy Duet (Gitarre), Nathan Bergeron (Bass) und Zack Simmons (Schlagzeug) eigentlich nicht viel an der angestammten Mixtur aus den oben genannten Zutaten, sondern zeigen sich lediglich mehr denn je als Einheit, die verdammt noch mal abwechslungsreichen Black / Death Metal zu schreiben vermag.

Paradigmatisch für die wahrhaft geniale Verschmelzung aus sprunghaften Tempowechseln, Falgousts einzigartiger Stimmführung und dem infernalischen Death, Black Metal und punkorientierten Genre-Gemisch sind der Titeltrack und „Shadow of a rising knife“, wobei man sich an letzterem eigentlich kaum satt hören kann. Natürlich sind die übrigen Tracks ebenfalls keinen Deut schlechter, aber gerade bei diesen beiden Songs macht sich die Entwicklung der Band eben am besten bemerkbar. Überhaupt ist „Carving out the eyes of god“ ein Lehrstück für alle, die selbst als angehende Musiker mehr als einen Stil in ein großes Ganzes bringen wollen, denn dermaßen stimmig und spannend gelingt ein solcher Spagat selten. Unzählige Metal-Kapellen können ein Lied davon singen.

Bevor hier allerdings ausschließlich Lorbeeren gestreut werden, sei erwähnt, dass die Amis mit ihrer vierten Langrille trotz des perfekten Genre-Cocktails nur eine kleine Nische bekleiden, da vielen der fliegende Wechsel zwischen den Stilen zu wenig nachvollziehbar vonstatten gehen wird bzw. die fehlende einheitliche Linie für zuviel Reibung sorgt, wodurch „Carving out the eyes of god“ im Vergleich zu den Vorgängern die größte Aufmerksamkeit benötigt um wirklich zu zünden. Ist dieser Schritt getan und einem jede Abzweigung und irreführende Sackgasse bekannt, dann heißt es nur noch das Gaspedal durchtreten und sich sowohl den Fahrtwind als auch Goatwhore im CD-Player bei voller Lautstärke um die Ohren peitschen zu lassen. Einen besseren Zeitvertreib wird es diesen Sommer aller Voraussicht nach nicht mehr geben!

Anspieltipps:

  • Apocalyptic Havoc
  • Shadow Of A Rising Knife
  • Carving Out The Eyes Of God
  • This Passing Into The Power Of Demons

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