Alexisonfire - Old Crows Young Cardinals - Cover
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Alexisonfire Old Crows Young Cardinals


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Old Crows/Young Cardinals“ ist bereits das vierte Album der Kanadier, die mit ihrem letzten Album „Crisis“ sogar Platz eins der Charts in ihrem Heimatland erreichten. Anschuldigungen, was Kommerzialisierung betrifft, müssen allerdings entschieden zurückgewiesen werden. Zwar spielen Alexisonfire auf dem neuen Output vermehrt ihre Stärken aus, der Sound ist jedoch dreckiger als Schuhe nach einem Festivalbesuch. Das erfordert vor allem am Anfang eine gewisse Eingewöhnungszeit, fällt später hingegen nicht negativ auf.

Zu den oben genannten Stärken der Band gehören zum einen knackige Gitarrenriffs, die vor Coolness nur so strotzen, zum anderen Melodien, die sich sofort im Gehörgang einnisten wie die „Young Cardinals“ im Titeltrack. Das Tempo der punkigen Strophe wird im Refrain, den man beim zweiten Mal problemlos mitsummen kann, verlangsamt. Danach geht der Song aber flott weiter und auch ein kleiner Instrumentalteil in der Mitte weiß zu gefallen, sodass man hier von einem der Höhepunkte des Albums sprechen kann. Ein weiterer folgt mit „Sons of Privilege“. Hier wird auch die Solo-Gitarre sehr melodiös und steuert dem Lied ein paar interessante Elemente bei.

Auffallend sind auch die durchdachten und nachvollziehbaren Strukturen. Zusammen mit dem rasanten Tempo der meisten Songs entwickelt die Platte einen hohen Spaßfaktor und ein Riff wie in „No Rest“ bringt garantiert jeden Kopf zum bangen. Auch bei den anderen Stücken ändert sich wenig an diesem Konzept und nur selten wird das Tempo gedrosselt; „The Northern“ ist vielleicht auch deswegen eines der abwechslungsreichsten Lieder der Platte. Der balladeske Charakter von „Burial“ ist vielleicht nicht jedermanns Sache, als abschließender Teil des Albums eignet sich der Song jedoch allemal.

An „Old Crows/Young Cardinals“ lässt sich sicherlich eine gewisse Reife der Band erkennen. Die Lieder sind gut durchdacht und es befindet sich kein Totalausfall darunt. „We are not the kids we used to be“, heißt es stellvertretend für die ganze Platte in „Old Crows“. Zwar erfinden sich Alexisonfire nicht neu und auch die Experimentierfreudigkeit hält sich in Grenzen, doch sowohl Fans als auch Neueinsteiger werden hier mit gewohnt ordentlicher und kurzweiliger Kost bedient.

Anspieltipps:

  • Young Cardinals
  • Sons of Privilege
  • The Northern
  • Heading for the Sun

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