Elysian Fields - The Afterlife - Cover
Große Ansicht

Elysian Fields The Afterlife


  • Label: Reverb/ALIVE
  • Laufzeit: 44 Minuten
Artikel teilen:
7.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Elysian Fields, die amerikanische Band mit dem mythologischen Namen setzt vor allem auf akustische Instrumente. Gitarre, Piano und Bass bilden das Klangbild und lassen der Sängerin Jennifer Charles viel Spielraum. Diesen weiß sie auch durchaus auszunutzen, ihre Stimme klingt gedankenverloren geheimnisvoll, und immer ein bisschen distanziert.

Die Grundstimmung auf „The Afterlife“ ist wie der Titel vielleicht schon andeutet generell eher düster. Balladen stellen den Großteil der Platte. Dies ist auch eindeutig die Stärke von Elysian Fields. Am beeindruckendsten ist die Band, wenn Gefühle in Wort und Melodie eine perfekte Symbiose eingehen.

„Drown those Days“ ist Dream-Pop der besten Sorte und versetzt mich gedanklich gleich in andere Welten. „Where can we go but nowhere“ wirkt nach dem gleichen Schema ähnlich gut. Die Titel bilden eine gedankliche Einheit. Was aber nicht bedeutet, dass es den Liedern an Individualität mangeln würde. Beide sind auf ihre eigene Art sehr eingängig.

Wenn der Stimmungspegel etwas steigt, soweit das eben bei einem solchen Album möglich ist, erinnern Elysian Fields manchmal an Nouvelle Vague. „Turns me on“ besitzt eine sehr markante Pianobegleitung und ist unglaublich elegant. Positiv daran ist, dass es dabei aber nicht zu einer Fahrstuhlmusik verkommt. Die musikalische Untermalung bewahrt sich immer eine gewisse Eigenheit und lässt sich nicht so einfach in ein Schema packen. Zum Abschluss gibt es mit „Ashes in winter light“ noch einen Höhepunkt des Albums. Ein wundervolles Duett bei dem Charles sogar etwas „auftaut“ und dadurch noch einmal enorm an Emotionalität gewinnt.

Gute Sommerlaune fördert „The Afterlife“ natürlich nicht gerade, doch die Traurigkeit wirkt nicht aufgesetzt, sondern ist Konzept. Das Album zieht nicht runter, es untermalt vorhandene Stimmungen und zeichnet Bilder. Als leise Loungemusik funktioniert es genauso gut wie als Melancholie verschiedenster Couleur.

Anspieltipps:

  • Drown those days
  • How we die
  • The moment
  • Ashes in winter light

Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
8/10

Reservoir
  • 2017    
Diskutiere über „Elysian Fields“
comments powered by Disqus