Hysterica - Metalwar - Cover
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Hysterica Metalwar


  • Label: Sound Pollution/Rough Trade
  • Laufzeit: 40 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

„Metalwar“ ist ein komplett verzichtbares Machwerk, was der Waschzettel der Plattenfirma bereits erahnen ließ.

Sie sind jung, weiblich und drall, nennen sich Anni DeVil, Bitchie, RockZilla, SatAnica und Hell’n, kommen aus Schweden und spielen Heavy Metal, der so true ist, dass den alten Herren von Manowar die Freudentränen kommen dürften. Wir stellen fest: Hier sind eindeutig fünf Schwestern im Geiste tätig, was man auch daran sieht, dass zum Authentizitätsverständnis der unter dem Namen Hysterica auftretenden All-Girl-Metal-Band 1.) ein amtlich beschissenes Cover, 2.) ein reichlich dämlicher Albumtitel wie „Metalwar“, der aus der Manowar-Asserwartenkammer stammen könnte, sowie 3.) platte Klischeetexte der Marke „Devil in me“, „Heavy metal man“ und „Girls made of heavy metal“ gehören. Und das, meine sehr verehrten Damen und Herren, hat nichts mit fehlendem Humorverständnis zu tun!

Diese Verkettung unglücklicher Umstände bedeutet natürlich nicht, dass die fünf Damen um die 19jährige Sängerin Anni DeVil gar nicht oder nur schlecht spielen könnten. Nicht im geringsten! Die Mädels beherrschen ihre Instrumente im Schlaf und Frontfrau Anni hat ebenfalls mehr drauf, als eine keifende Lack-&-Leder-Amazone darzustellen. Auch die Produktion von Peter Tägtgren (Begründer von Pain und Hypocrisy und u.a. als Produzent für Dimmu Borgir, Children Of Bodom, Amon Amarth und Cradle Of Filth tätig gewesen) kann sich hören lassen. Die 12 Songs knallen schön aus den Boxen und lassen gar nicht erst den Gedanken an eine Indie-Produktion aufkommen.

Doch woran krankt „Metalwar“ dann? Ganz klar am schwachen Songwriting, das nur auf althergebrachten Ideen herumreitet, kein Klischee auslässt und gerade für so eine junge Band seltsam ideenlos daherkommt. In gerade mal 40 Minuten werden die elf Songs runtergebrettert, ohne dass Riffs und/oder Melodien hängen bleiben. Echte Highlights gibt es dabei nicht zu vermelden. Hier und da horcht man mal auf, aber das war’s dann auch schon mit der Kunst der Schwedinnen.

Fazit: „Metalwar“ ist ein komplett verzichtbares Machwerk, was der Waschzettel der Plattenfirma bereits erahnen ließ. Dieser kommt nämlich mit satten vier (!) Sätzen aus. Und das, um eine Newcomerband anzupreisen. Frage: Wie unmotiviert kann man eigentlich sein?!

Anspieltipps:

  • Wreck of society
  • Heavy metal man
  • We are the undertakers

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