The Butterfly Effect - Final Conversation Of Kings - Cover
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The Butterfly Effect Final Conversation Of Kings


  • Label: Superball/SPV
  • Laufzeit: 42 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Chaos-Theorie lässt grüßen. Der Schmetterlingseffekt gehört zu dieser Theorie und beschreibt, dass in einem dynamischen System eine kleine Veränderung der Anfangsbedingungen zu einer völlig anderen Entwicklung führen kann wie z.B. beim Wetter. Wie passt das nun zur Musik einer 4-köpfigen Band von dem Kontinent der Koalas und Kängurus?

„Final Conversation Of Kings” ist das dritte Album der 1999 gegründeten Band und beginnt gleich mit dem ambitioniertesten und längsten Song des Albums. „Worlds On Fire“ ist ein kompositorisch ausgefeiltes Lied, das keinem gängigen Rockschema folgt, Einflüsse aus dem Progressive Rock Bereich präsentiert und durch eine Dynamik zwischen laut und leise besticht. Danach wird das Album deutlich rockiger und melodischer. Vor allem präsentiert der Sänger viele melodische Gesangslinien und schöpft aus seiner variablen, emotionsgeladenen Stimme, was dazu führt, dass einige Songs geradezu ins Gehirn geätzt werden, wie z.B. „Final Conversation“, „In These Hands“ oder „7 Days“. Ach, eigentlich kann man hier fast alle Songs aufzählen, denn der Ohrwurmfaktor ist wirklich groß und man erwischt sich nach mehrmaligem Konsum der CD beim Mitsingen. Vielleicht ist mit The Butterfly Effect der Ohrwurmeffekt gemeint?

Die Australier präsentieren sich musikalisch sehr offen, schöpfen aus vielen Stilen und verschmelzen alles zu einem intensiven Hörerlebnis. Jedes Lied besticht durch hervorragende, abwechslungsreiche Gitarrenarbeit, denn coole Hardrockriffs, Schrammelartige Passagen und geschmeidige Bridges wechseln sich ab und kreieren zusammen mit den anderen Instrumenten bei jedem Song einen eigenständigen Klangkosmos. Der Hörer entdeckt immer wieder neue Details, unter anderem den mehrmaligen Gastauftritt einer Trompete.

Wie passt das nun zur Theorie: The Butterfly Effect verändern die Anfangsbedingungen der Rockmusik ein wenig, in dem sie mal eine Prise Progressive Rock, mal ein wenig Pop oder Hardrock einstreuen, aber vor allem viele Melodien erschaffen und erzielen damit eine große Wirkung. Auf der nächsten Scheibe werden Sie diese Mischung bestimmt noch mehr verfeinern und perfektionieren. Es ist schwer hier Referenzen zu finden, aber sowohl Leute mit ausgeprägtem Geschmack für progressivere Töne mit einem Hang zur Melodik (Blackfield, Dredg) als auch Fans der rockigen Musik (Thrice, Biffy Clyro, 30 Seconds To Mars) sollten mal ein Ohr oder auch zwei riskieren. Es lohnt sich!

Anspieltipps:

  • Worlds On Fire
  • Final Conversation
  • ...And The Promise Of The Truth
  • In These Hands

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