George Harrison - Let It Roll: The Songs Of George Harrison - Cover
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George Harrison Let It Roll: The Songs Of George Harrison


  • Label: Parlophone/EMI
  • Laufzeit: 77 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

The Beatles kennt eigentlich jeder, sie sind Musikgeschichte. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr verkauften von Ihren Alben weit über eine Milliarde Einheiten und trotz ihrer Trennung ist das auch noch heute so. George Harrison und John Lennon sind leider verstorben, Lennon 1980 kam durch einen Attentäter zu Tode und Harrison starb 2001 an Lungenkrebs.

George Harrison stand immer ein wenig im Schatten von Lennon und McCartney, aber er begann schon kurz vor der Trennung zwei hauptsächlich instrumentale Soloalben zu veröffentlichen. 1970 gab es dann mit „All things passed“ das erste richtige Werk, welches mit dem sanften Gesang des Ex-Beatle und seinem virtuosen Gitarrenspiel das Licht der Musikwelt erblickte. Danach gab es im regelmäßig Abstand erfolgreiche Werke des Komponisten Harrison zu bestaunen, der zwischenzeitlich Mitglied in der Superband Traveling Wilburys mit Jeff Lynne, Tom Petty, Roy Orbison und Bob Dylan war, die leider nur zwei Werke veröffentlichte.

Nachdem seine letzte Solo-Platte „Brainwashed“ 2002 ein Jahr nach seinem Tod doch noch erschien, war die lange Karriere des Musikers George Harrison zu früh zu ende. Einige „Best ofs“ wurden schon angeboten, doch eine labelübergreifende natürlich nachbearbeitete Sammlung fehlte noch. 19 Songs des legendären Harrison sind auf dieser Kompilation zu finden und ein dreißigseitiges reich bebildertes Booklet runden diesen neuerlichen Versuch, das Schaffen des Künstlers zu dokumentieren, ab. Dass drei Live-Mitschnitte dabei sind, passt nicht so recht ins Programm, denn eigentlich möchte man ja die Studiowerke Harrisons Revue Passieren lassen. Auch die Tatsache, das einige Tracks aus der Beatles-Ära gesammelt wurden, stört den eingefleischten Fan vielleicht doch, denn genug eigenes gutes Material aus seiner Solozeit schien bei George Harrison doch reichlich vorhanden zu sein.

Bei aller Kritik darf nicht vergessen werden, dass diese zeitlose Musik einfach gefällt. Die frühen Songs „Isn't it a pity“ mit der typischen Harrison-Gitarre und Stimme begeistern ebenso wie die späteren Singles „Any road“ (2003) oder „Got my mind set on you“(1987). Es gibt die musikalisch ruhigen Songs wie z.B. „The Ballad Of Sir Frankie Crisp (Let It Roll)“, die sanft aus den Boxen perlen oder die schwungvollen rockigen Tracks wie „Any Road“ und „Rising sun“, welche wie alle Werke sehr gitarrenorientiert daherkommen und in diesem Fall Countrymusik-Einflüsse innehaben. Außerdem werden noch Popmusik orientierte Stücke wie „All those Years ago“ oder „When we was fab“ dargeboten, also eine schöne Mischung aus mehreren musikalischen Richtungen, die meist im Gitarren-Rock/Pop münden. Die Live-Songs demonstrieren wenigstens die überzeugenden gesanglichen Performance-Künste Harrisons und einen schlechten Track gibt es nicht zu beklagen, dafür war der Mann einfach zu gut, nur die Songauswahl hätte wie erwähnt besser sein können.

Anspieltipps:

  • My Sweet Lord
  • When we was Fab
  • All those years ago
  • Isn't It A Pity

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