Deastro - Moondagger - Cover
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Deastro Moondagger


  • Label: Ghostly/ALIVE
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es wäre vermutlich ziemlich lahm und einfallslos, das neue Album von Deastro „abgespaced“ zu nennen, aber im Grunde trifft es das ganz gut. Schon das Cover von „Moondagger“ scheint nicht von dieser Welt zu sein. Da das aber eigentlich nicht unbedingt etwas über die Musik aussagt, gibt uns Deastro gleich mal eine Selbsteinschätzung dieser: „I was praying, and then, it sounded like a space symphony – that’s the only thing I could call it – playing in my head, and it was the most beautiful thing I’d ever heard.”

Wie darf sich der Hörer nun aber eine „Space symphony” vorstellen? Piepssounds aus dem Computer und mechanische Roboterstimmen? Von wegen, „Moondagger“ ist sehr viel mehr. Ausgezeichnetes Songwriting, opulente Melodien und sehr viel Abwechslung machen die neue Platte des 23-Jährigen zu einer netten Überraschung. Die einzelnen Lieder verändern sich kontinuierlich während ihrer Laufzeit. Verspielte Popsongs werden zu einer abgedrehten Reise in fremde (Sound-)Galaxien („Parallelogram“) und Hits werden geboren wie Sterne, langsam aber nachhaltig schön („Toxic Crusader“, „Green, Grays and Nordics“).

Der Song mit dem unglaublichen Titel: „Daniel Johnston Was Stabbed In The Heart With The Moondagger By The King of Darkness And His Ghost is Writing This Song As a Warning To All Of Us” beeindruckt nicht nur mit der Einzigartigkeit in der Namensgebung, auch inhaltlich weiß er zu überzeugen. Doch es gibt auch einen Moment auf dem Album, der etwas nervt: „Pyramid Builders“ hat eine penetrante Klimpermelodie und wird besonders zum Ende hin stark anstrengend. Da dies aber nur ein einmaliger Aussetzer ist und die Qualität der restlichen Songs durchgehend hoch bleibt, ist dies zu verschmerzen.

Als erstes muss ich rausfinden, wo dieses verdammte Raumschiff ist, ich will nämlich mit. Als Zweites veranstalte ich eine interstellare Sommernachtsparty und hole mit „Moondagger“ die Sonne in den ewig kalten Raum. Denn eines schafft das Album definitiv, den Leuten einzuheizen. Egal ob auf der Tanzfläche oder im heimischen Wohnzimmer, Deastro hat einen einzigartigen Genremix geschaffen, und der funktioniert überall.

Anspieltipps:

  • Biophelia
  • Toxic Crusaders
  • Moondagger

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