Pete Yorn & Scarlett Johansson - Break Up - Cover
Große Ansicht

Pete Yorn & Scarlett Johansson Break Up


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 29 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „Back & Fourth“ (07/2009) präsentierte der aus New Jersey stammende Singer/Songwriter Pete Yorn (35) gerade erst sein neues (und leider recht mittelmäßiges) Soloalbum, da steht mit „Break Up“ schon der nächste Longplayer mit seinem Namen auf dem Cover in den Regalen. Diese ungewöhnliche Veröffentlichungspolitik hat allerdings weder etwas mit außerordentlichem Arbeitseifer, noch mit einer Art Wiedergutmachung für das enttäuschende „Back & Fourth“ zu tun.

Die Geschichte von „Break Up“ reicht zurück bis in das Jahr 2006, als Pete Yorn eine gescheiterte Liebesgeschichte nur schwer verarbeiten konnte. Die Lösung des Problems erschien Yorn dann angeblich in einem Traum. Die Folge draus: Er schrieb eine ganze Reihe Songs zum „Junge/Mädchen/Herzschmerz“-Thema, die er als Selbsttherapie als Duett-Album aufnehmen wollte, für das er sich als Gesangspartnerin die Schauspielerin Scarlett Johansson (24) vorgestellt hat, die tatsächlich einwilligte.

Inzwischen kann Scarlett Johansson mit „Anywhere I Lay My Head“ (05/2008) auf ihr erstes Album als Sängerin zurückblicken. Dafür coverte sie Songs von Tom Waits und knackte damit sogar die internationalen Charts. Johanssons Beteiligung an „Break Up“ stammt noch aus der Zeit vor den Aufnahmen zu „Anywhere I Lay My Head“. Doch das ist nicht der Grund, warum den Hörer eine vollkommen andere Facette der stimmlichen Fähigkeiten der jungen Schauspielerin erwartet.

Die Songs von Pete Yorn sind keine verschrobene Blues- und Art-Rock-Stücke wie die von Kollege Waits, sondern eingängige Popsongs mit einem Schuss Country und Folk, wie es beispielsweise in der ersten Singleauskopplung „Relator“ gut zu hören ist. Yorn und seine Musiker stellen die Instrumentierung der neun Songs auf einfache Gerüste, in denen regelmäßig Banjo, Pedal Steel oder Slide Gitarre zu hören sind. Aufgepeppt wird das Ganze mit ein paar Loops und Bassklängen aus dem Synthesizer, während sich Frau Johansson und Mr. Yorn gesanglich die Bälle unaufgeregt, aber effektiv zuschieben. Dieser Minimalismus wirkt sich positiv auf das gesamte Album aus, das mit einer halben Stunde Spielzeit zwar relativ kurz, aber dafür nicht minder interessant ist und sich weit entfernt von jeglichen Stil- und Medien-Hypes positioniert.

Anspieltipps:

  • Relator
  • Shampoo
  • Blackie’s dead
  • I don’t know what to do

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
Diskutiere über „Pete Yorn & Scarlett Johansson“
comments powered by Disqus